Jesus sandte seine Jünger nicht aus, um die Tochter der griechischen Frau oder den Knecht des Hauptmanns von Kapharnaum zu heilen. Er benötigte nur den Glauben des Bittenden.
Lernen wir immer mehr Jesu Wesen zu begreifen und ihn immer mehr zu fragen. Machen wir unseren Körper von allen hemmenden Banden frei. Dabei können wir uns immer wieder an den Balken und den Splitter erinnern.
So wie wir nach der Überwindung unserer eigenen Fehler (des Balkens) die Kraft erhalten, den Splitter aus dem Auge des Bruders zu ziehen, werden wir sobald wir uns unseren Körper vollkommen untertan gemacht haben und ihn vollständig in Zucht halten, in der Lage sein, unseren Bruder von den Fesseln zu befreien, die ihn an die Krankheit ketten.
11. April – Gott ruft uns
„Wenn ihr aber durch den Geist das Tun des Fleisches zum Sterben bringt, werdet ihr leben.“ (Römer 8,13)
Die Verlockungen des Fleisches sollen im Zügel gehalten werden und unter der Herrschaft des Geistes stehen. Es war die vollständige Unterwerfung des Fleisches unter den Geist, die durch Jesu Schweigen am Pfeiler auf die Frage des Pilatus und bei all den Verhöhnungen und Beschimpfungen geoffenbart wurde. Es war die vollständige Beherrschung durch den Geist, welche die Auferstehung des Körpers bedeutete. Der Auferstehungsglaube ist das Vertrauen auf Jesus und seine Macht die völlige Unterwerfung des Körpers herbeiführen zu können. Wenn der Körper vollkommen unter der Kontrolle des Geistes steht, dann ist es ein auferstandener Körper. Wie wichtig ist also die Selbstzucht.
11. April – Gott ruft uns
„Als sie aber hinblickten, sahen sie, dass der Stein weggewälzt war.“ (Matthäus 16,4)
Die Sorge der Frauen, wer ihnen den Stein wegwälzen würde, war unnötig. So werden auch uns die Steine, die uns Schwierigkeiten bereiten, weggewälzt werden.
Die Frauen kamen mit ihren Gaben zum Grab, die sie vorbereitet hatten. Bringen wir Jesus auch unsere Gaben der Liebe, um ihm zu dienen. Wir werden sehen, dass er uns schon zuvorgekommen ist. Denn er ist voll eifriger Liebe darauf bedacht uns Dienste zu erweisen.
10. April – Gott ruft uns
„Und siehe, der Vorhang des Tempels riss von oben bis unten entzwei.“ (Matthäus 27,51)
Das war der Vorhang, der Gott von dem Menschen verborgen gehalten hatte, so dass sie ihn nicht kennen und nicht sehen konnten. Er selbst hat den Vorhang weggerissen, der Gott den Vater vom Menschen getrennt hatte.
Jesus ist gekommen, um dem Menschen den Vater zu enthüllen und er lebt bis ans Ende aller Zeiten, um beim Vater Fürsprache für den Menschen einzulegen.
Jesus ist der große Mittler zwischen Gott und Mensch.
09. April – Gott ruft uns
Wir gehören nicht uns selbst. Jesus hat all den Schmerz, das tiefste Herzeleid, die Pein, den Kummer und die Verlassenheit auf sich genommen, wie sie kein menschliches Wesen je gekannt hat. Wir sind um einen teuren Preis erkauft. Wir gehören Jesus. Wir sind sein, damit er uns liebt und damit er für uns sorgt. Wir verstehen die unbegreifliche Liebe Gottes nicht.
Jesus hat die Verantwortung auf sich genommen, für alles zu sorgen, was wir benötigen. Der Mensch hingegen erkennt sein Eigentumsrecht an, auf seine Liebe und seine Macht Anspruch zu erheben.
08. April – Gott ruft uns
Die wahre Ruhe der Seele finden wir zu Jesu Füßen. Es ist auch der Ort der Demut.
Unsere Freude sollte es sein, demütig zu dienen. Wenn wir Spott und Hohn gelassen ertragen können und uns nichts daraus machen, wenn Menschen übel von uns denken, was kann dann noch die Freude unserer Seele, ihre Ruhe stören?
Unruhe kann unsere Seele anfallen und verletzen, wenn sie ihren Ursprung in der eigenen Persönlichkeit hat. Dieses „Ich“ muss auf Jesu Kreuz genagelt werden, es muss sterben. Sonst können wir nicht sagen: „So lebe nun nicht mehr ich, es lebt in mir Christus.“ (Galater 2,20)
07. April – Gott ruft uns
Hier auf der Erde gibt es zeitliche Begrenzungen, im ewigen Leben gibt es diese nicht. Daher gilt das Kreuzesopfer auf Golgatha genauso gut uns wie denjenigen, die damals dabei waren.
Christus ist derselbe: gestern – heute – und in Ewigkeit.
Er opfert sich heute und aufersteht heute. So können wir an seinem Leidensweg teilnehmen und ihm helfen, das Kreuz zu tragen.
06. April – Gott ruft uns
Wir schmähen Jesus, wenn wir andere zu strafen suchen, die wir verachten, weil Jesus im Garten von Gethsemane und auf Golgatha die Sünden aller Menschen in seinem gemarterten Herzen aufnahm. Er warf die Leichentücher ab und schritt am Ostermorgen in den von der Sonne beschienenen Garten zum Zeichen der Freiheit, die er für seine Kinder erkauft hat. Versuchen wir nicht, ihm die Leichentücher wieder umzubinden. Wenn wir die Sünden eines Menschen erkennen, dann sollen wir weiterschauen und ihn als frei dastehend sehen. Wir sollen den Stein weggewälzt sehen von der Öffnung des Grabes, der dem Menschen die innere Sicht auf die Liebe und auf Gott versperrt hatte. Sehen wir in den Menschen auferstandene Menschen, die in seiner Stärke wandeln und durch seine Macht den Sieg erringen.
05. April – Gott ruft uns
Leben wir in Gottes Liebe und kehren wir immer wieder zu ihm zurück, so empfangen wir immer neuen Vorrat. So wie unsere Lungen die Luft zum ein- und ausatmen benötigen, so lässt er unserer Seele seine Liebe ein- und ausatmen.
Wir selber können keine Liebe hervorbringen. Darum müssen wir sie zunächst von ihm empfangen. Ohne Gottes Liebe würde unsere Persönlichkeit das Gute an jedem Dienst zunichtemachen.
Gott hat seine Pläne mit uns. Nehmen wir seine Liebe auf und lassen wir uns durchdringen, bis wir ganz von ihm durchdrungen sind.
04. April – Gott ruft uns
Immer gibt es in unserem Inneren einen Kampf zwischen den weltlichen und den geistigen Gedanken.
Wie gut ist es da, sich in allen Situationen innerlich zurückziehen zu können. Das geht nicht von heute auf morgen. Diese innere Zurückgezogenheit muss immer wieder eingeübt werden.
Seien wir also in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt.
