04. Juni

Gefesselt ins Gefängnis geworfen, fing der hl. Bischof Quirin also zu beten an: »Ich danke dir, o Herr! Dass mir diese Beschimpfungen um Deinetwillen zugefügt worden sind. Ich bitte dich, lass es Alle, die in diesem Gefängnis eingesperrt sind, erkennen, dass ich ein Verehrer des wahren Gottes bin, denn es ist kein anderer Gott außer Dir allein.« Um Mitternacht erleuchtete ein außerordentlicher Glanz das Gefängnis. Als der Gefängniswärter Marcellus diesen Glanz wahrnahm, eröffnete er das Gefängnis, warf steh dem hl. Bischof zu Füßen und sprach unter Tränen: »Bitte den Herrn für mich, denn ich glaube, dass es keinen andern Gott gibt, als denjenigen, den du verehrst.«

03. Juni

Oh Herz Jesu, eine Bitte nur eins gewähre mir: in deines Herzens Mitte schenk auch ein Plätzchen mir. Zwar bin ich voll der Sünden ein Lamm das sich verirrt, doch sieh ich lass mich finden von dir mein guter Hirt. Oh, wasche meine Seele in deines Herzens Blut Zur Braut Sie dann erwähle oh allerhöchstes Gut. In dieser heiligen Wunde sei meiner Seele Ruh. In Glück und Leidensstunde Ruf’ ich der Welt dann zu: Gelobt und gebenedeit soll sein zu jeder Zeit Das heiligste Herz Jesu in alle Ewigkeit! Und wenn die Augen brechen wenn flieht der Erde Schein will ich noch sterbend sprechen Herz Jesu ich bin dein. Amen.

Q: aus einem alten Gebetbuch

02. Juni

Wir bitten dich, Herr, unser Gott, der Heilige Geist erfülle uns mit dem Reichtum seiner Gaben. Er schenke uns eine Gesinnung, die dir wohlgefällt, damit wir deinen Willen immer mehr entsprechen. Darum bitten wir durch Jesus Christus. (Oration der Laudes 7. Woche der Osterzeit Donnerstag)

01. Juni

Als der Jude Tryphon unsern hl. Justinus in seinem Philosophenmantel sah, schloss er mit seinen Begleitern sich an ihn, um seine Ansichten über Gott und göttliche Dinge zu vernehmen, wobei ihn Justinus an Christus als den vollkommensten Lehrer der Weisheit verwies; und nun entstand zwischen Beiden ein Gespräch (Dialogus), welches zwei Tage dauerte, dann vom hl. Justinus in 142 Kapiteln aufgeschrieben und einem gewissen Marcus Pompeius gewidmet wurde.

30. Mai

Jetzt wurde Johanna von Orlèans  dem weltlichen Gerichte übergeben, das ihr bald den Tod verkündigte. Am 30. Mai 1431 wurde sie auf den Marktplatz von Rouen geführt, um da auf dem Scheiterhaufen zu sterben. Als Rauch und Feuer sie umhüllte, verlangte sie nach Weihwasser und einem Kreuze, rief ihre Heiligen an und sprach zuletzt noch mit lauter Stimme: »Jesus! Jesus! Jesus!«

29. Mai

Allmächtiger Gott, wir bekennen, dass unser Erlöser bei dir in deiner Herrlichkeit ist. Erhöre unser Rufen und lass uns erfahren, dass er alle Tage bis zum Ende der Welt bei uns bleibt, wie er uns verheißen hat. Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

(Oration am 7. Sonntag der Osterzeit)

28. Mai

Viel hatte der heilige Germanus im Weinberg des Herrn gearbeitet, tausende von Sündern und Ungläubigen zu Gott bekehrt, die Tränen von zahllosen Unglücklichen getrocknet und überallhin das Reich Gottes, besonders durch Erziehung frommer Priester, auszubreiten gesucht, da rief ihn endlich der Herr zu sich am 28. Mai 576, um ihm den Lohn seiner Treue zu geben. Sein Grab verherrlichte Gott durch große Wunder.

27. Mai

Dieser hl. Augustin, (frz. auch Austin), ein Schüler des hl. Gregorius des Großen, war Prior des Klosters zum hl. Andreas in Rom und wurde von seinem hl. Lehrer, als dieser zur päpstlichen Würde gelangt war, ausersehen, mit mehreren Andern den Bewohnern von England das Evangelium zu predigen, weshalb er der Apostel Englands genannt wird.

25. Mai

Der hl. Papst Gregor VII. erhielt in der heil. Taufe den Namen Hildebrandus. Wann er geboren worden, und wer seine Eltern gewesen, ist selbst nach den neuesten Forschungen unentschieden. Einige lassen ihn von adeligem, Andere von bürgerlichem Geschlechte abstammen. Darin aber stimmen Alle überein, dass sie durch Frömmigkeit ausgezeichnet waren. Sicher ist, dass er seine Erziehung und erste Bildung im Kloster St. Maria auf dem Aventinischen Hügel zu Rom erhielt. Hier scheint er auch ins Kloster getreten zu sein, da er von dem Bischofe Bruno von Segni ein Mönch von Rom genannt wird. Aus seiner Jugendgeschichte ist wenig bekannt. Wie alles Große, dass die Welt in Erstaunen und Bewunderung setzt, wuchs er im Stillleben christlicher Zucht und in der Verleugnung seiner selbst auf.

24. Mai

Allmächtiger Gott, lass die österliche Freude in uns fortdauern, denn du hast deiner Kirche neue Lebenskraft geschenkt und die Würde unserer Gotteskindschaft in neuem Glanz erstrahlen lassen. Gib, dass wir den Tag der Auferstehung voll Zuversicht erwarten als einen Tag des Jubels und des Dankes. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

(Oration 6. Woche der Osterzeit Dienstag)