15. Mai

Gott, unser Vater, du hast uns durch deinen Sohn erlöst und als deine geliebten Kinder angenommen. Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben, und schenke ihnen die wahre Freiheit und das ewige Erbe. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

(Oration am 5. Sonntag der Osterzeit)

14. Mai

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast uns im Sakrament der Taufe neues Leben geschenkt. Festige unsere Verbundenheit mit Christus, damit wir Früchte bringen, die bleiben, und die Freude des ewigen Lebens erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

(Oration der Laudes am 4. Samstag der Osterzeit)

06. Mai

Herz-Jesu Freitag 

Worte Jesu an Margareta Maria Alacoque

Im Übermaß der Barmherzigkeit meines Herzens verspreche ich dir, dass meine allmächtige Liebe allen, die an den ersten Freitagen neun Monate nacheinander würdig im Stande der heiligmachenden Gnade die hl. Kommunion empfangen, die Gnade eines bußfertigen Endes gewährt wird, so dass sie nicht ohne Empfang der heiligen Sakramente sterben werden; mein Herz wird in dieser letzten Stunde ihre sichere Zuflucht sein.

26. April

Der Herr ist König geworden,

Gott, der Herrscher des Alls!
Wir wollen uns freuen und jubeln

Und ihm allein die Ehre erweisen.

Halleluja!

(Eröffnungsvers am Dienstag der 2. Osterwoche)

19. April

5. Tag der Novene zur göttlichen Barmherzigkeit

Heute führe die Seelen der Häretiker und Abtrünnigen zu Mir und tauche sie ein in das Meer meiner Barmherzigkeit. Im bitteren Leiden zerrissen sie meinen Leib und mein Herz – das ist meine Kirche. Wenn sie zur Einheit der Kirche zurückkehren, dann heilen meine Wunden und damit lindern sie meine Qualen.

Barmherzigster Jesus, Du bist die Güte selbst. Du versagst denen, die Dich darum bitten, die Erleuchtung nicht. Nimm in die Wohnung Deines Barmherzigsten Herzens die Seelen der Häretiker und Abtrünnigen auf und führe sie in deinem Licht zur Einheit der Kirche. Entlasse sie nicht aus der Wohnung deines Barmherzigsten Herzens und bewirke, dass auch sie die Großzügigkeit deiner Barmherzigkeit preisen. Anschließend betet man den Barmherzigkeitsrosenkranz.

16. April

Auferstehung Jesu

Am ersten Tag der Woche, früh am Morgen, kamen sie mit den Spezereien, die sie bereitet hatten, zum Grabe. Sie fanden den Stein weggewälzt vom Grabe, doch als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. Sie waren darüber ganz ratlos, als auf einmal zwei Männer vor ihnen standen in strahlendem Kleid, und als sie voll Schrecken ihren Blick zu Boden senkten, sprachen jene zu ihnen: »Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern ist auferweckt worden. Erinnert euch, wie er, noch in Galiläa, zu euch sagte: ›Der Menschensohn muss in die Hände der Sünder überliefert und gekreuzigt werden, am dritten Tag aber auferstehen.‹« 

Da erinnerten sie sich seiner Worte, kehrten zurück vom Grabe und berichteten dies alles den Elfen und allen übrigen. Es waren Maria Magdalena, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus, und mit ihnen auch die anderen, die dies den Aposteln sagten. Doch denen erschienen diese Worte als leeres Gerede, und sie glaubten ihnen nicht. [Petrus aber stand auf, lief zum Grabe, bückte sich hinein und erblickte einzig die Leinenbinden; und er ging weg, voll Staunen über das Geschehnis.]

(Lukas 24,1-12)

15. April

Jesu Tod

Danach sagte Jesus, da er wusste, dass nunmehr alles vollbracht sei, damit die Schrift erfüllt würde: »Mich dürstet!« (Ps 69,22). Es stand ein Gefäß voll Essig da, und sie steckten einen mit Essig gefüllten Schwamm auf einen Hysopstengel und brachten ihn an seinen Mund. Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: »Es ist vollbracht.« Und er neigte das Haupt und gab den Geist auf.

(Johannes 19,28-30)

14. April

Die Fußwaschung

Vor dem Paschafest, da Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um hinüberzugehen aus dieser Welt zum Vater, zeigte er den Seinen, die er in dieser Welt liebte, die Liebe bis zur Vollendung.

Bei einem Abendmahl war es, als der Teufel dem Judas Iskariot, dem Sohne Simons, es bereits ins Herz geworfen hatte, ihn zu verraten -, er aber wusste, dass ihm der Vater alles in die Hände gegeben habe und dass er von Gott ausgegangen sei und zu Gott zurückkehre -, da stand er vom Mahle auf, legte sein Obergewand ab, nahm ein Linnen und umgürtete sich. Dann goß er Wasser in das Becken und begann, die Füße der Jünger zu waschen und sie zu trocknen mit dem Linnen, mit dem er umgürtet war. So kam er zu Simon Petrus; der aber sagte zu ihm: »Herr, du willst meine Füße waschen?« Jesus antwortete ihm: »Was ich tue, verstehst du jetzt nicht, du wirst es aber nachher verstehen.« Petrus sagte zu ihm: »Du wirst mir in Ewigkeit nicht die Füße waschen!« Jesus erwiderte ihm: »Wenn ich dich nicht wasche, hast du nicht Gemeinschaft mit mir!« Da sagte Simon Petrus zu ihm: »Herr, nicht bloß meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt!« Jesus sprach zu ihm: »Wer ein Bad genommen, braucht sich nur die Füße zu waschen, er ist ja ganz rein. Auch ihr seid rein, aber nicht alle.« Er wusste nämlich um seinen Verräter; darum sagte er: »Nicht alle seid ihr rein.« 
Nachdem er nun ihre Füße gewaschen, sein Obergewand genommen und sich wieder niedergelassen hatte, sprach er zu ihnen: »Versteht ihr, was ich euch getan habe? Ihr nennt mich Meister und Herr, und mit Recht sagt ihr so; denn ich bin es. Wenn nun ich eure Füße gewaschen habe, als der Herr und als der Meister, dann sollt auch ihr einander die Füße waschen. Denn ein Beispiel gab ich euch, damit so, wie ich euch tat, auch ihr tut. (Johannes 13,1-15)