13. April

Der Verräter am Werk

Da ging einer von den Zwölfen, der Judas Iskariot hieß, zu den Hohenpriestern und sagte: »Was wollt ihr mir geben, und ich werde ihn euch verraten?« Sie setzten für ihn dreißig Silberlinge fest. Von da an suchte er eine Gelegenheit, ihn zu verraten.

Das Letzte Abendmahl

Am ersten Tag der Ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und fragten: »Wo willst du, dass wir für dich das Essen des Paschamahles bereiten?« Er sagte: »Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt sagen: Meine Zeit ist nahe; bei dir will ich das Pascha halten mit meinen Jüngern.« Die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Pascha.
Als es Abend geworden, ließ er sich mit den Zwölfen zu Tische nieder, und während sie aßen, sprach er: »Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten.« Da wurden sie sehr betrübt, und einer um den anderen fing an, ihn zu fragen: »Bin etwa ich es, Herr?« Er antwortete: »Der die Hand mit mir in die Schüssel eintaucht, der wird mich verraten. Der Menschensohn geht zwar hin, wie geschrieben steht von ihm, doch wehe jenem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird; besser wäre es ihm, er wäre nicht geboren – jener Mensch.« Judas aber, sein Verräter, sagte: »Bin etwa ich es, Meister?« Und er sprach zu ihm: »Du hast es gesagt.« (Matthäus 26,14-25)

12. April

Kennzeichnung und Weggang des Verräters

Als Jesus dies sagte, wurde er im Geiste erschüttert, und beteuernd sprach er: »Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten!«

Da blickten die Jünger einander an, ratlos sich fragend, von wem er rede. Einer von seinen Jüngern, der, den Jesus liebte, lag an der Brust Jesu; diesem winkte Simon Petrus und sagte zu ihm: »Sag, wer ist es, von dem er redet!« Jener lehnte sich an die Brust Jesu zurück und sagte so zu ihm: »Herr, wer ist es?« Jesus antwortete: »Der ist es, dem ich den Bissen eintauchen und geben werde.« Und er tauchte den Bissen ein, nahm ihn und gab ihn dem Judas, dem Sohn des Simon Iskariot. Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Jesus aber sagte zu ihm: »Was du tust, das tue bald!« Das verstand aber keiner von den Tischgenossen, wozu er es ihm sagte; einige nämlich meinten, weil Judas die Kasse führte, habe Jesus zu ihm gesagt: »Kaufe, was wir brauchen für das Fest«, oder er solle den Armen etwas geben. Als nun jener den Bissen genommen hatte, ging er sogleich hinaus. Es war Nacht.

Vom kommenden Abschied

Da er hinausgegangen war, sprach Jesus: »Nun wurde verherrlicht der Menschensohn, und Gott wurde verherrlicht in ihm. Wurde Gott verherrlicht in ihm, dann wird Gott auch ihn verherrlichen in sich, und bald wird er ihn verherrlichen. Kinder, noch eine kleine Weile bin ich unter euch; ihr werdet mich suchen, doch wie ich zu den Juden sagte: Wohin ich gehe, dahin könnt ihr nicht kommen, so sage ich jetzt auch zu euch.

Simon Petrus sagte zu ihm: »Herr, wohin gehst du?« Jesus antwortete: »Wohin ich gehe, dahin kannst du mir jetzt nicht folgen, doch wirst du mir später folgen.« Petrus sprach zu ihm: »Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich hingeben für dich. Jesus erwiderte [ihm]: »Dein Leben willst du hingeben für mich? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Nicht wird krähen der Hahn, bevor du mich dreimal verleugnet hast.« 

(Johannes 13,21-33.36-38)

11. April

Salbung Jesu in Bethanien

Sechs Tage nun vor dem Pascha kam Jesus nach Bethanien, wo Lazarus war, den Jesus von den Toten auferweckt hatte. Man bereitete ihm dort ein Mahl, und Martha bediente; Lazarus war einer von denen, die mit ihm zu Tische waren. Maria aber nahm ein Pfund echten, kostbaren Nardenöls, salbte die Füße Jesu und trocknete mit ihren Haaren seine Füße; das Haus wurde erfüllt vom Dufte des Salböls.

Da sagte Judas Iskariot, einer von seinen Jüngern, der ihn verraten sollte: »Warum hat man dieses Salböl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Armen gegeben?« 
Das sagte er aber nicht, weil ihm an den Armen lag, sondern weil er ein Dieb war und als Kassenführer das, was eingelegt wurde, wegnahm. Da sprach Jesus: »Lass sie! Für den Tag meines Begräbnisses sollte sie es aufbewahren. Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit.« 
Es erfuhr nun die große Menge des jüdischen Volkes, dass er dort sei, und sie kamen nicht allein Jesu wegen, sondern auch um den Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte. Die Hohenpriester aber gingen mit dem Gedanken um, auch den Lazarus zu töten, weil viele von den Juden seinetwegen hingingen und an Jesus glaubten.

(Johannes 12,1-11)

10. April

Feierlicher Einzug

Nach diesen Worten zog er weiter voran, hinauf nach Jerusalem. Und es geschah, als er in die Nähe von Bethphage und Bethanien an den Berg kam, der Ölberg genannt wird, sandte er zwei Jünger voraus und sprach: 

»Geht in das Dorf dort vor euch, und kommt ihr hinein, werdet ihr ein Füllen finden, das angebunden ist und auf dem noch nie jemand saß; macht es los und bringt es her! Wenn euch jemand fragt: Warum macht ihr es los?, so sagt ihm: Der Herr bedarf seiner.« Die Abgesandten gingen hin und fanden es so, wie er ihnen gesagt hatte. Als sie aber das Füllen losmachten, sagten dessen Eigentümer zu ihnen: »Warum macht ihr das Füllen los?«  Sie erwiderten: »Der Herr bedarf seiner.« Sie führten es zu Jesus und warfen dem Füllen ihre Kleider über und hoben Jesus hinauf. Während er dahinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg, und als er sich schon dem Abstieg vom Ölberg näherte, begann die ganze Menge der Jünger, voll Freude mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Wunder, die sie gesehen hatten, und sie riefen: »Gepriesen sei, der da kommt, der König im Namen des Herrn (Ps 118,26)! Im Himmel ist Friede und Ehre in der Höhe!« 
Einige der Pharisäer riefen aus der Menge ihm zu: »Meister, verbiete es deinen Jüngern!« Er antwortete ihnen: »Ich sage euch, wenn diese schweigen, ›werden die Steine rufen‹ (Hab 2,11).«

(Lukas 19,28-40)

09. April

Barmherziger Gott,
du wirkst das Heil der Menschen
zu jeder Zeit;
in diesen Tagen aber bist du uns besonders nahe.
Trage Sorge für dein Volk,
schütze die Getauften,
und alle,
die sich auf die Taufe vorbereiten.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

(Tagesgebet am Samstag der 5. Woche in der Fastenzeit)

08. April

Herr, sei mir gnädig,
denn mir ist angst.
Entreiß mich der Hand
meiner Feinde und Verfolger.
Herr, lass mich nicht scheitern,
denn ich rufe zu dir.

(Eröffnungsvers am Freitag der 5. Woche in der Fastenzeit)

04. April

Wenn Lucia Francisco fragte: „Francisco, warum rufst du nicht mich und Jacinta, dass wir mit dir beten?“, antwortete er: „Ich bete lieber allein, um nachzudenken und unseren Herrn zu trösten, der so traurig ist!“

03. April

Täglich wohnte Luitbirga in der Kirche dem ganzen Gottesdienst (der Messe und den Tagzeiten) bei. Weilte sie an einem Orte, wo sich keine Kirche befand, so stand sie schon vor Tags auf, um zur nächstgelegenen Kirche noch zu rechter Zeit zu kommen.

Jedes Mal pflegte sie auch die hl. Kommunion zu empfangen, worauf sie wieder den Weg nach Hause antrat. Zu besonderen Zeiten tat sie dies mit bloßen Füßen, um sich noch mehr abzutöten.