26. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

In der freudigen Atmosphäre von Weihnachten lässt uns die Kirche, die mit neuem Erstaunen das Geheimnis von Immanuel – Gott-mit-uns – lebt, heute die Heilige Familie von Nazaret betrachten. Aus der Betrachtung dieses wundervollen Vorbildes schöpft die Kirche Werte, um sie den Frauen und Männern aller Zeiten und aller Kulturen anzubieten.

Auf die Familie von Nazaret blicken die Familien von heute, um dem Vorbild von Maria und Josef in ihrer liebevollen Sorge für das menschgewordene Wort die geeigneten Richtlinien für die täglichen Lebensentscheidungen zu entnehmen! Im Licht des in dieser unübertrefflichen Schule Gelernten wird jede Familie sich auf dem Weg zur vollen Verwirklichung des Planes Gottes orientieren können.

(Papst Johannes Paul II. am 27. Dezember 1998)

25. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Wir wünschen allen ein gesegnetes und gnadenreiches Weihnachtsfest!

„Ein Kind wird uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt“ ( Jes 9, 5).

Mit diesen Worten möchte ich heute, an diesem großen Festtag, die Kirche und die Menschheitsfamilie grüßen.

Wir begegnen uns an dem Geburtsfest. Ein Kind wird geboren; ein Sohn kommt zur Welt. Er wird geboren von der Mutter. Neun Monate war er wie jedes Menschenkind in ihrem Schoß geborgen. Er wird von der Mutter geboren in der Zeit und nach den zeitlichen Gesetzen der Geburt eines Menschen.

Vom Vater wurde er geboren von Ewigkeit. Er ist der Sohn Gottes. Er ist das Wort. Er bringt die ganze Liebe des Vaters für den Menschen mit in die Welt. Er ist die Offenbarung der göttlichen Menschenfreundlichkeit. In ihm schenkt sich der Vater selbst jedem Menschen. In ihm wird das ewige Erbe des Menschen in Gott bekräftigt. In ihm wird bis zum Ende die Zukunft des Menschen offenbart. Er gibt dem menschlichen Leben Bedeutung und Sinn, unabhängig von Leiden oder Behinderungen, die auf diesem Leben während seiner zeitlichen Dauer lasten können.

All das wird er durch seine Frohbotschaft und schließlich durch seinen Kreuzestod und seine Auferstehung verkünden.

All das verkündet er schon jetzt durch seine Geburt.

(Papst Johannes Paul II. Weihnachten 1979)

24. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Zu Weihnachten betrachten wir das große Geheimnis Gottes, der im Schoß der Jungfrau Maria Mensch geworden ist. Er wird in Betlehem geboren, um mit uns die schwache menschliche Natur zu teilen! Er kommt zu uns und bringt der ganzen Welt das Heil. Sein Auftrag wird sein, die Menschen und Völker in der einen Familie der Kinder Gottes zu sammeln.

Wir können sagen, dass es uns gegeben wird, im Weihnachtsgeheimnis einen »Qualitätssprung« in der Heilsgeschichte zu betrachten. Dem Menschen, der sich durch die Sünde vom Schöpfer entfernt hat, wird jetzt in Christus das Geschenk einer neuen und volleren Gemeinschaft mit Ihm angeboten. So entzündet sich in seinem Herzen die Hoffnung, während sich für die Menschheit die Pforten des Himmels wieder öffnen.

(Papst Johannes Paul II. am 22. Dezember 2004)

23. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Abschließend könnten wir also sagen, dass der vom Advent neu angebotene Sinn der christlichen Hoffnung in der zuversichtlichen Erwartung, der tätigen Bereitschaft und dem frohen Offensein für die Begegnung mit dem Herrn liegt. Er ist nach Betlehem gekommen, um für immer mit uns zu sein.

Nähren wir deshalb, liebe Brüder und Schwestern, diese Tage der unmittelbaren Vorbereitung auf die Geburt Christi mit dem Licht und der Wärme der Hoffnung. Das ist der Wunsch, den ich euch Anwesenden und euren Lieben ausspreche. Ich vertraue ihn der mütterlichen Fürsprache Marias an, Vorbild und Stütze unserer Hoffnung.

Allen einen gesegneten Advent und gnadenreiche Weihnachten!

(Papst Johannes Paul II. am 17. Dezember 2003)

22. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Nicht zu vergessen ist noch ein drittes bezeichnendes Merkmal der christlichen Hoffnung, das die Adventszeit deutlich ins Licht rückt. Der Mensch, der sich über den Alltag erhebt und die Gemeinschaft mit Gott sucht, wird durch den Advent und vor allem durch Jesu Geburt daran erinnert, dass es Gott ist, der die Initiative ergriffen hat und ihm entgegengekommen ist. Indem er sich zum Kind machte, hat Jesus unsere Natur angenommen und seinen Bund mit der ganzen Menschheit für immer geschlossen.

Fortsetzung folgt …
(Papst Johannes Paul II. am 17. Dezember 2003)

21. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Die Adventszeit stellt einen zweiten Bestandteil der Hoffnung ins Licht, der die Bedeutung und den Wert des Daseins im allgemeinen betrifft. Häufig fragt man sich: Wer sind wir, wohin gehen wir, welchen Sinn hat das, was wir auf Erden vollbringen, was erwartet uns nach dem Tod?

Es gibt zweifellos gute und rechtschaffene Ziele: die Suche nach einem größeren materiellen Wohlstand, der Einsatz für immer fortschrittlichere soziale, wissenschaftliche und wirtschaftliche Ziele, eine bessere Verwirklichung der persönlichen und gemeinschaftlichen Erwartungen. Aber genügen diese Ziele, um die innersten Bestrebungen unseres Herzens zu befriedigen?

Die Liturgie von heute lädt uns ein, das Blickfeld zu weiten und die Weisheit Gottes zu betrachten, die aus dem Mund des Höchsten kommt, die Anfang und Ende umfasst und alles »mit Macht und Milde« lenkt (vgl. Halleluja-Vers).

Das christliche Volk bricht dann spontan in den Ruf aus: »Komm, Herr, und zögere nicht

Fortsetzung folgt …
(Papst Johannes Paul II. am 17. Dezember 2003)

20. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung Jeder Mensch träumt von einer gerechteren und solidarischeren Welt, in der würdevolle Lebensbedingungen und ein friedliches Zusammenleben die Beziehungen zwischen den Einzelpersonen und zwischen den Völkern harmonisch gestalten.

Aber oft ist es nicht so. Hindernisse, Gegensätze und Schwierigkeiten verschiedener Art erschweren unser Dasein und belasten es manchmal sehr. Die Kräfte und der Mut, sich für das Gute einzusetzen, laufen Gefahr, dem Bösen zu weichen, das immer wieder zu siegen scheint. Gerade dann kommt uns die Hoffnung zu Hilfe. Das Weihnachtsgeheimnis, das wir in wenigen Tagen neu erleben werden, versichert uns, dass Gott der Immanuel – der »Gott mit uns« – ist. Deshalb dürfen wir uns nie verlassen fühlen. Er ist uns nahe, er ist einer von uns geworden, indem er aus dem jungfräulichen Schoß Marias geboren wurde. Er hat unseren Pilgerweg auf Erden geteilt, und er hat uns zugesichert, dass wir die Freude und den Frieden erlangen werden, nach denen wir uns im Tiefsten unseres Herzens sehnen.

Fortsetzung folgt …
(Papst Johannes Paul II. am 17. Dezember 2003)

19. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Der Advent hält das Warten auf Christus wach, der mit seinem Heil zu uns kommen und sein Reich der Gerechtigkeit und des Friedens vollständig errichten wird. Das jährliche Gedenken an die Geburt des Messias in Betlehem erneuert in den Herzen der Gläubigen die Gewissheit, dass Gott seine Versprechen hält.

Deshalb ist der Advent eine machtvolle Ankündigung der Hoffnung, die unsere persönliche und gemeinschaftliche Erfahrung tief berührt.

Fortsetzung folgt …
(Papst Johannes Paul II. am 17. Dezember 2003)

18. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Die großen Probleme, die das Dasein belasten, machen es zuweilen schwer, diese Gaben Christi zu erkennen. Aufgabe der vom Heiligen Geist unterwiesenen Kirche ist es daher, sie sichtbar zu machen und ihre Gegenwart zu bezeugen. Die Menschheit sehnt sich heute vor allem nach Freude und Frieden. Wir Gläubige müssen mit der Aussagefähigkeit der tatkräftigen Liebe jeden Tag zum prophetischen Sauerteig in einer durch die Liebe versöhnten und von der göttlichen Freude belebten Welt werden.

Die allerheiligste Muttergottes, die wir als »Grund unserer Glückseligkeit« anrufen, helfe uns, diesen Auftrag treu zu erfüllen. Denn wer hat die Nähe des Herrn, als Quelle der Freude und des Friedens, stärker erfahren dürfen als sie? Ihrem mütterlichen Schutz vertrauen wir uns an, um stets – vor allem aber in der gegenwärtigen Zeit – glaubwürdige Zeugen der Freude über Christus zu sein.

(Papst Johannes-Paul II. am 16. Dezember 2001)

17. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Als erfahrene Mutter kennt die Kirche die mit dem menschlichen Dasein verbundenen Schwierigkeiten und Nöte besser als jede andere Institution.

Sie ist sich wohl bewusst, dass im Leben vieler Völker und zahlreicher Menschen die Trauer die Freude und die Verzweiflung die Hoffnung überwiegt.

Gerade für diese Männer und Frauen ist die weihnachtliche Botschaft in besonderer Weise bestimmt, denn »den Armen verkündete er [Christus] die Botschaft vom Heil, den Gefangenen Freiheit, den Trauernden Freude« (4. Hochgebet). Er ist der wahre Befreier des Menschen, von Gott gesandt, um den Menschen von der Macht des Bösen und des Todes loszulösen. Aus dieser tiefen und völligen Befreiung entsteht die Freude, die Christus seinen Freunden schenkt und die – wie sein Frieden – anders als die oberflächliche und vergängliche der Welt ist (vgl. Joh 14,27).

Fortsetzung folgt

(Papst Johannes-Paul II. am 16. Dezember 2001)