17. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Als erfahrene Mutter kennt die Kirche die mit dem menschlichen Dasein verbundenen Schwierigkeiten und Nöte besser als jede andere Institution.

Sie ist sich wohl bewusst, dass im Leben vieler Völker und zahlreicher Menschen die Trauer die Freude und die Verzweiflung die Hoffnung überwiegt.

Gerade für diese Männer und Frauen ist die weihnachtliche Botschaft in besonderer Weise bestimmt, denn »den Armen verkündete er [Christus] die Botschaft vom Heil, den Gefangenen Freiheit, den Trauernden Freude« (4. Hochgebet). Er ist der wahre Befreier des Menschen, von Gott gesandt, um den Menschen von der Macht des Bösen und des Todes loszulösen. Aus dieser tiefen und völligen Befreiung entsteht die Freude, die Christus seinen Freunden schenkt und die – wie sein Frieden – anders als die oberflächliche und vergängliche der Welt ist (vgl. Joh 14,27).

Fortsetzung folgt

(Papst Johannes-Paul II. am 16. Dezember 2001)

14. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Es ist ein unverwechselbares Kennzeichen der christlichen Freude, dass sie sehr wohl auch neben dem Leid bestehen kann, denn sie gründet vollkommen auf der Liebe.

In der Tat kommt der Herr – der uns so »nahe« ist, dass er Mensch wurde –, um uns seine Freude, die Freude zu lieben, einzuflößen. Nur so lässt sich die unbeschwerte Freude der Märtyrer verstehen auch inmitten aller Prüfungen oder das Lächeln der Heiligen der Nächstenliebe angesichts der Menschen im Elend: ein Lächeln, das nicht verletzt, sondern tröstet.

Fortsetzung folgt
(Papst Johannes-Paul II. am 14. Dezember 2003)

13. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Der Advent ist eine Zeit der Freude, denn er lässt uns aufs neue die Erwartung des freudigsten Ereignisses der Geschichte erleben: die Geburt des Sohnes Gottes aus der Jungfrau Maria.

Zu wissen, dass Gott nicht fern ist, sondern nahe, nicht gleichgültig, sondern mitleidsvoll, nicht ein Fremder, sondern ein barmherziger Vater, der sich unter Achtung unserer Freiheit liebevoll um uns kümmert: all dies ist Grund zu tiefer Freude, der selbst die Wechselfälle des alltäglichen Lebens nichts anhaben können.

Fortsetzung folgt
(Papst Johannes-Paul II. am 14. Dezember 2003)

12. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

»Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! […] Der Herr ist nahe« (Phil 4,4–5). Mit diesen Worten des Apostels Paulus lädt uns die Liturgie zur Freude ein. Der heutige dritte Sonntag in der Adventszeit wird aus diesem Grund auch »Gaudete« genannt.

Es sind die Worte, die der Diener Gottes Papst Paul VI. im Jahr 1975 als Titel für sein denkwürdiges Apostolisches Schreiben über die christliche Freude wählte: »Gaudete in Domino

Fortsetzung folgt
(Papst Johannes-Paul II. am 14. Dezember 2003)

11. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Die Kirche wartet also auf den, der kommen soll. Das ist kein passives Warten.

Advent ist die Zeit für eine besondere Zusammenarbeit, im Geiste demütiger und freudiger Hoffnung, mit jenem Wort des Lebens, das Gott ewig ausspricht und das er immer wieder für jede Generation, für jede Epoche ausspricht.

(Papst Johannes-Paul II. am 09. Dezember 1979)

10. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Wir wissen auch, dass dieser König, an den wir uns im Advent mit aller Kraft unseres Glaubens und unserer Hoffnung wenden, auf die Welt kommen und obdachlos sein und als erster Zufluchtsort einen Stall für Tiere haben wird.

Und wir bereiten uns in dieser liturgischen Zeit gerade darauf vor, mit umso wärmerem Warten und umso größerer Liebe den Menschen willkommen zu heißen, der – menschlich gesprochen – in dieser Herabstufung kommt: Wir tun dies, um mit ihm in der Weihnachtsnacht, in der bewundernswerten Nacht des „Neuanfangs“, der weiteren Etappe unseres Lebens, wieder zu beginnen.

Fortsetzung folgt

(Papst Johannes-Paul II. am 09. Dezember 1979)

09. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

In diesen Tagen, in den verschiedenen Wochen des Advents, öffnet sich die ganze Kirche zu dem, der kommen soll: „Regem venturum Dominum, komm, adoremus!“

Wir wissen, dass er ein bewundernswerter König ist. In der Tat haben wir vor kurzem, am letzten Sonntag des vergangenen liturgischen Jahres, über die Wahrheit seiner „Herrschaft“ durch das Kreuz und über sein Reich nachgedacht, das „nicht von dieser Welt“ ist (Joh 18,36), sondern dass es auch die Grenzen der Zeitüberschreitung überschreitet und es uns ermöglicht, in der Perspektive der großen Erfüllung der Geschichte des Menschen in Gott zu leben, der Liebe ist.

Fortsetzung folgt

(Papst Johannes-Paul II. am 09. Dezember 1979)

08. Dezember – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

»Tota pulchra es Maria – Ganz schön bist Du, Maria.«

Die Kirche feiert heute die Unbefleckte Empfängnis der seligen Jungfrau Maria. Wenn Christus der Tag ohne Untergang ist, dann ist Maria dessen vor Schönheit strahlende Morgenröte.

Dazu auserwählt, die Mutter des fleischgewordenen Wortes zu sein, ist sie zugleich die Erstlingsfrucht seines Erlösungswerkes. Die Gnade des Erlösers Christus hat in ihr im voraus gewirkt, indem sie sie vor der Erbsünde und jedem Makel der Schuld bewahrt hat.

2. Deshalb ist Maria »voll der Gnade« (Lk 1,28), wie der Engel bekräftigt, als er ihr die Botschaft ihrer göttlichen Mutterschaft bringt. Der menschliche Verstand kann sich nicht anmaßen, ein so großes Wunder und Geheimnis zu verstehen. Es ist der Glaube, der uns offenbart, dass die Unbefleckte Empfängnis der Jungfrau Maria Unterpfand des Heils für jedes menschliche Geschöpf auf seinem irdischen Pilgerweg ist. Und es ist auch der Glaube, der uns daran erinnert, dass Maria aufgrund ihrer einzigartigen Auserwählung unsere unerschütterliche Stütze im harten Kampf gegen die Sünde und ihre Folgen ist.

(Papst Johannes-Paul II. am 08. Dezember 2003)