04. April – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Der Ruf »Er lebt, der Herr, meine Hoffnung« (Sequenz von Ostern) hallt weiter nach in der heutigen Liturgie. Die geistliche Freude von Ostern hält somit an und verbreitet sich in der Kirche und in den Herzen der Gläubigen.

Die Auferstehung Christi stellt das umwälzendste Ereignis der Menschheitsgeschichte dar. Und dieses Ereignis hat allen neue Hoffnung gegeben: Hoffen heißt heute nicht mehr erwarten, dass etwas geschieht. Es bedeutet Gewissheit, dass etwas geschehen ist, denn »Christus ist von den Toten erstanden. Er stirbt nicht mehr«!

Zum ersten Mal wurden die Worte, die die Auferstehung verkündeten, von einem Engel am leeren Grab Christi ausgesprochen. Zu den Frauen, die sich nach dem Sabbat in der Morgendämmerung des ersten Tages an das Grab begeben hatten, sagte er: »Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden« (Mt 28,5). Und sie »eilten voll […] großer Freude« (Mt 28,8) zu den Jüngern, um ihnen die Worte zu wiederholen. Den verängstigten und entmutigten Jüngern bot die Nachricht des Himmelsboten, die durch die Erscheinungen des Auferstandenen noch deutlicher offenbar wurde, die Bestätigung dessen, was der Herr vorausgesagt hatte. Getröstet durch diese Gewissheit und erfüllt vom Heiligen Geist, werden sie nun auf den Straßen der Welt dahinziehen, um die frohe Osterbotschaft erschallen zu lassen.

(Papst Johannes Paul II. am 05.04.1999)

03. April – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Der Karsamstag ist geprägt von tiefer Stille. An diesem Tag der Erwartung und des Gebets sind keine besonderen Gottesdienste vorgesehen. In den Kirchen schweigt alles, während die Gläubigen Maria nachahmen und sich auf das große Ereignis der Auferstehung vorbereiten.

In der Abenddämmerung des Karsamstags beginnt die Feier der Osternacht, der »Mutter aller Nachtwachen«. Nach der Segnung des neuen Feuers wird die Osterkerze entzündet, das Symbol Christi, der jeden Menschen erleuchtet, und es erklingt die frohe Verkündigung des Exsultet. Die kirchliche Gemeinschaft betrachtet im Hören des Wortes Gottes die große Verheißung der endgültigen Befreiung von der Knechtschaft der Sünde und des Todes. Es folgen die Riten der Taufe und Firmung der Katechumenen, die einen langen Weg der Vorbereitung gegangen sind.

Die Verkündigung der Auferstehung durchbricht die Finsternis der Nacht, und die ganze geschaffene Wirklichkeit erwacht aus dem Todesschlaf, um die Herrschaft Christi anzuerkennen, wie der paulinische Hymnus unterstreicht, von dem unsere Reflexionen ausgegangen sind: »… damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr« (Phil 2,10–11).

(Papst Johannes Paul II. am 07.04.2004)

02. April – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Am Karfreitag gedenkt die Kirche des Leidens und Sterbens des Herrn. Die christliche Gemeinschaft ist eingeladen, über das Böse und die Sünde, die die Menschheit bedrücken, sowie über die vom heilbringenden Opfertod Christi erwirkte Erlösung nachzudenken. Das Wort Gottes und einige eindrucksvolle liturgische Riten wie die Kreuzanbetung sollen helfen, die einzelnen Etappen der Passion zu durchlaufen. Die christliche Tradition hat an diesem Tag außerdem verschiedene Zeichen der Volksfrömmigkeit ins Leben gerufen. Dazu gehören vor allem die Bußprozessionen am Karfreitag und der Kreuzweg, die uns das Geheimnis des Kreuzes besser verinnerlichen lassen.

(Papst Johannes Paul II. am 07.04.2004)

01. April – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Gründonnerstag, feiert der Bischof in jeder Diözese zusammen mit dem Klerus die Chrisam-Messe, in der die Öle geweiht werden:

das Katechumenenöl, das Krankenöl und der heilige Chrisam. Am Abend wird des Letzten Abendmahls mit der Einsetzung der Eucharistie und des Priestertums gedacht. Die »Fußwaschung« erinnert daran, dass Jesus durch diese Geste im Abendmahlssaal das äußerste Opfer von Golgota vorweggenommen hat und uns als »mandatum novum«, als neues Gebot, seine Liebe hinterlassen hat. Gemäß einer frommen Tradition verweilen die Gläubigen nach der Messe »in Cena Domini« in Anbetung vor der Eucharistie bis spät in die Nacht hinein. Es ist eine besondere Gebetswache, die an die Todesangst Christi in Getsemani anknüpft.

(Papst Johannes Paul II. am 07.04.2004)

31. März – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

»Christus Jesus … erniedrigte sich und war gehorsam … bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht« (Phil 2,8–9). Wir haben soeben diese Worte des Hymnus gehört, der im Brief an die Philipper enthalten ist. Sie beschreiben knapp und eindrucksvoll das Geheimnis des Leidens und Sterbens Jesu; zugleich lassen sie uns die österliche Herrlichkeit der Auferstehung erahnen. Sie sind also eine Betrachtung und Einführung in die Feier des Ostertriduums, das morgen beginnt.

Liebe Brüder und Schwestern, wir bereiten uns darauf vor, in den kommenden Tagen das große Geheimnis unserer Erlösung erneut zu erleben.

(Papst Johannes Paul II. am 07.04.2004)

28. März – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Liebe Jugendliche! Es wird mir immer mehr bewusst, wie sehr es von der Vorhersehung gewollt und prophetisch war, dass gerade dieser Tag, der Palmsonntag, euer Tag geworden ist. Dieses Fest enthält eine besondere Gnade, die Gnade der mit dem Kreuz vereinten Freude als Zusammenfassung des christlichen Geheimnisses.

Heute rufe ich euch zu: Geht, ohne müde zu werden, auf dem Weg weiter, den ihr eingeschlagen habt, um überall Zeugen des glorreichen Kreuzes Christi zu sein. Habt keine Angst! Die Freude des gekreuzigten und auferstandenen Herrn sei eure Kraft, und die allerseligste Jungfrau Maria sei immer an eurer Seite.

(Papst Johannes Paul II. am 20.03.2005)

27. März – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Wenn sich das Christentum in unserer Zeit vor allem durch die ‚Kunst des Gebetes‘ auszeichnen soll, wie könnte man dann nicht ein erneuertes Verlangen spüren, lange im geistlichen Zwiegespräch, in stiller Anbetung, in einer Haltung der Liebe bei Christus zu verweilen, der im Allerheiligsten gegenwärtig ist? Wie oft, meine lieben Brüder und Schwestern, habe ich diese Erfahrung gemacht, und daraus Kraft, Trost und Stärkung geschöpft!

Hl. Johannes-Paul II., Enzyklika „Ecclesia de Eucharistia“ vom 17. April 2003, Nr. 25.