25. März – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Inmitten der Fastenzeit hält die Kirche inne und blickt auf den Beginn des Heilswerks Christi: die Verkündigung des Engels an Maria. Was sich auf Golgota vollenden wird, ist im „fiat“ der Gottesmutter grundgelegt. Durch ihr Jawort nimmt die Jungfrau aus Nazareth teil am Geheimnis der Erlösung.

Am Kreuz legt Jesus seiner Mutter die Menschheit ans Herz. Mit Maria wollen auch wir uns dem Willen Gottes des Vaters übereignen. Aus solcher Hingabe erwächst uns der wahre Friede, den wir für unsere Zeit erflehen. Heute, zwanzig Jahre nach der Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens, ist die Welt noch von Hass, Gewalt und Krieg gezeichnet. Weiter vertrauen wir der Fürsprache Mariens bei ihrem göttlichen Sohn.

(Papst Johannes Paul II. am 24.03.2004)

24. März – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Wir feiern morgen das Hochfest der Verkündigung des Herrn, an dem wir die Inkarnation des ewigen Wortes betrachten, das im Schoß Marias Mensch geworden ist. Das »Ja« der Jungfrau hat die Türen zur Verwirklichung des Heilsplans des himmlischen Vaters geöffnet, des Plans der Erlösung für alle Menschen.

Dieses Fest, das in diesem Jahr mitten in die Fastenzeit fällt, führt uns einerseits zurück zu den Anfängen der Erlösung, anderseits lädt es uns ein, den Blick auf das Ostergeheimnis zu richten. Wir schauen auf den gekreuzigten Christus, der die Menschheit erlöst hat, indem er den Willen des Vaters bis zum Letzten erfüllt hat. Auf Golgota hat Jesus in den letzten Augenblicken seines Erdenlebens uns Maria als Mutter anvertraut, und er hat uns ihr als Kinder übergeben.

Mit dem Geheimnis der Menschwerdung aufs engste verbunden, hat die Gottesmutter teil am Geheimnis der Erlösung. Ihr »Fiat«, das wir morgen in Erinnerung rufen, ist der Widerhall des »Fiat« des menschgewordenen Wortes. In tiefer Übereinstimmung mit dem »Fiat« Christi und dem der Jungfrau ist jeder von uns aufgerufen, sein eigenes Ja zu den geheimnisvollen Plänen der Vorsehung zu sprechen. Denn nur aus der vollen Zustimmung zum göttlichen Willen erwachsen die Freude und der wahre Frieden, den wir alle uns auch in dieser Zeit wünschen.

(Papst Johannes Paul II. am 24.03.2004)

23. März – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Heute möchte ich den himmlischen Schutz des hl. Josef über alle Väter und ihre Aufgaben im Bereich der Familie herabflehen. Ihm vertraue ich auch die Bischöfe und die Priester an, denen in der kirchlichen Familie der Dienst der geistlichen, pastoralen Vaterschaft aufgetragen ist. Mögen alle in der konkreten Ausübung der eigenen Verantwortung die fürsorgliche und treue Liebe Gottes widerspiegeln. Das erwirke uns die Fürbitte des hl. Josef und der Allerheiligsten Maria, Königin der Familien und Mutter der Kirche.

(Papst Johannes Paul II. am 21.03.1999)

22. März – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Wie jedes Kind lernte Jesus die Grundkenntnisse des Lebens und die Art des Verhaltens von seinen Eltern. Und wie sollten wir nicht mit inniger Verwunderung annehmen, dass sein vollkommener Gehorsam dem Willen Gottes gegenüber in menschlicher Hinsicht vor allem durch die Befolgung des Vorbildes seines Vaters Josef, des »gerechten Mannes« (vgl. Mt 1,19), gereift war?

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 21.03.1999)

21. März – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Josef ist der Vater Jesu, denn er ist wirklich der Mann Marias. Sie hat als Jungfrau empfangen durch das Wirken Gottes, aber das Kind ist auch Sohn Josefs, ihres rechtmäßigen Ehegatten. Deshalb werden beide im Evangelium »die Eltern« Jesu genannt (Lk 2,27.41).

Durch die Ausübung seiner Vaterschaft wirkt Josef in der Fülle der Zeit an dem großen Geheimnis der Erlösung mit (vgl. Redemptoris custos, 8). »Seine Vaterschaft kommt konkret darin zum Ausdruck, dass er ›sein Leben zu einem Dienst … [am] Geheimnis der Menschwerdung und … [dem] damit verbundenen Erlösungsauftrag gemacht hat; … dass er seine menschliche Berufung zur familiären Liebe in die übernatürliche Darbringung seiner selbst, seines Herzens und aller Fähigkeiten verwandelt hat, in die Liebe, die er in den Dienst des seinem Haus entsprossenen Messias gestellt hat‹« (ebd.). Dazu hat Gott Josef seine eigene Vaterliebe mitgeteilt, die Liebe des Vaters, »nach dessen Namen jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde benannt wird« (Eph 3,15).

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 21.03.1999)

19. März – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Gott ist einer, und er ist Vater von allen, und allen will er das durch seinen Sohn bewirkte Heil bieten: das, was das Johannesevangelium Geschenk des ewigen Lebens nennt. Dieses Geschenk muss angenommen und mitgeteilt werden auf der Welle jener Erkenntlichkeit, die Paulus im zweiten Brief an die Thessalonicher sagen ließ: »Wir müssen Gott zu jeder Zeit euretwegen danken, vom Herrn geliebte Brüder, weil Gott euch als Erstlingsgabe dazu auserwählt hat, aufgrund der Heiligung durch den Geist und aufgrund eures Glaubens an die Wahrheit gerettet zu werden« (2 Thess 2,13).

(Papst Johannes Paul II. am 17.03.1999)

18. März – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

»Wenn wir zum Vater beten, sind wir in Gemeinschaft mit ihm und mit seinem Sohn Jesus Christus. Dabei kennen und erkennen wir ihn mit immer neuem Staunen« (KKK, 2781). Den Vater erkennen bedeutet also, in ihm die Quelle unseres Seins und unserer Einheit als Glieder einer einzigen Familie zu finden, es bedeutet aber auch, in ein »übernatürliches« Leben getaucht zu sein, das Leben Gottes selbst. 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 17.03.1999)

17. März – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

In den Ereignissen der Heilsgeschichte tut sich immer mehr die Initiative des Vaters kund, der mit seinem innerlichen Wirken das Herz der Gläubigen öffnet, um den menschgewordenen Sohn aufzunehmen. Wenn sie Jesus erkannt haben, werden sie auch Ihn, den Vater, erkennen können. Das lehrt Jesus selbst, der dem Thomas antwortet: »Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen« (Joh 14,7; vgl. 7-10). 

Man muss also an Jesus glauben, und auf ihn, das Licht der Welt, blicken, um nicht in der Finsternis der Unkenntnis zu bleiben (vgl. Joh 12,44-46) und zu erkennen, dass seine Lehre von Gott kommt (vgl. Joh 7,17f.). Unter dieser Bedingung ist es möglich, den Vater zu erkennen und fähig zu werden, ihn »im Geist und in der Wahrheit« anzubeten (Joh 4,23). Diese lebendige Erkenntnis ist untrennbar von der Liebe. Sie wird von Jesus mitgeteilt, wie er selbst in seinem priesterlichen Gebet gesagt hat: »Gerechter Vater, […] Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist« (Joh 17,25-26). 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 17.03.1999)

16. März – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Man kann Gott auf verschiedenen Ebenen als Vater erkennen, je nach dem Blickwinkel, aus dem man schaut, und der Art des Geheimnisses, das man betrachtet. Es gibt eine natürliche Gotteserkenntnis, ausgehend von der Schöpfung: Sie führt dazu, in Ihm den Ursprung und die transzendente Ursache der Welt und des Menschen zu erkennen und in diesem Sinn seine Vaterschaft zu erahnen. Diese Erkenntnis wird im fortschreitenden Licht der Offenbarung vertieft, d.h. aufgrund der Worte und heilsgeschichtlichen Eingriffe Gottes (vgl. KKK, 287). 

Im Alten Testament bedeutete Gott als Vater zu erkennen, an den Ursprung des Bundesvolkes zurückzugehen: »Ist er nicht dein Vater, dein Schöpfer? Hat er dich nicht geformt und hingestellt?« (Dtn 32,6). Der Bezug auf Gott als Vater garantiert und wahrt die Einheit der Glieder einer selben Familie: »Haben wir nicht alle denselben Vater? Hat nicht der eine Gott uns alle erschaffen?« (Mal 2,10). Gott wird auch dann als Vater erkannt, wenn er den Sohn zu seinem Wohl zurechtweist: »Wen der Herr liebt, den züchtigt er, wie ein Vater seinen Sohn, den er gern hat« (Spr 3,12). Und selbstverständlich kann ein Vater immer in der Stunde der Bedrängnis angerufen werden: »Ich rief: Herr, mein Vater bist du, mein Gott, mein rettender Held. Verlaß mich nicht am Tag der Not, am Tag der Vernichtung und Verwüstung!« (Sir 51,10). In allen diesen Formen werden auf Gott in vorzüglichem Sinn jene Werte angewandt, die man in der menschlichen Vaterschaft erfährt. Man ahnt allerdings, daß es nicht möglich ist, den Bedeutungsgehalt einer solchen göttlichen Vaterschaft in ihrer Tiefe zu erkennen, es sei denn in dem Maß, als Gott selbst sie offenbart. 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 17.03.1999)