25. September

„Der Name Jesu sei Euer Gruß, und wir wünschen Euch viel Gutes, und der Heilige Geist sei Euer letzter Lohn. Ich danke euch aufrichtig und innig für die freundliche Gabe, denn ich erkenne dadurch Eure väterliche Liebe, die mich weit mehr erfreute als die Gabe selbst. Ihr sollt wissen, dass ich sehr zufrieden bin. Und wäre die Gabe noch um die Hälfte kleiner, so wäre ich sehr wohl zufrieden; und wenn es mir möglich wäre, Eure Liebe gegen Gott und die Welt zu vergelten, so wäre ich mit gutem Willen bereit, es zu tun.“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore am Gedenktag des hl. Nikolaus von der Flüe)

24. September

„Gott, du Herr aller Völker, du hast durch die heiligen Bischöfe Rupert und Virgil Menschen verschiedener Sprache und Herkunft in die Gemeinschaft der Kirche eingefügt. Erhalte uns auf die Fürsprache dieser Heiligen in der Einheit des Glaubens und der Liebe. Darum bitten wir durch Jesus Christus.“

(Oration des Stundengebetes am Gedenktag des hl. Rupert und des hl. Virgil)

23. September

„Seht die Freude in eurer Gemeinschaft, Freude bei Psalmengesang und Hymnen, Freude beim Gedanken an das Leiden und die Auferstehung des Herrn, Freude in der Hoffnung auf das kommende Leben. Wenn wir schon in der Hoffnung eine solche Freude haben, wie groß wird die Freude erst sein, wenn wir das Erhoffte besitzen! Schon beim Hören des Halleluja wandelt sich in diesen Tagen unser Geist. Genießen wir nicht schon etwas von dem Jubel der ewigen Stadt? Wenn uns dieser Tag schon so froh macht, wie dann erst, wenn wir hören: „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz.“1 Dann werden alle Heiligen vereint, die sich nicht kannten, lernen sich kennen, die sich kannten, sehen sich wieder. Niemand verliert seinen Freund, kein Feind ist zu fürchten.“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore am 25. Sonntag im Jahreskreis)

20. September

Gepriesen sei Gott, die Quelle unseres Heils. Zu ihm lasst uns beten:

R: Schenke uns dein Erbarmen.

Gott, du hast uns durch die Auferweckung deines Sohnes neue Hoffnung geschenkt;
– gib, dass diese Zuversicht unser Tagewerk begleite.

Du hast uns durch den Heiligen Geist deine Liebe eingegossen:
– heile unsere Herzen von Missgunst und Neid.

Du hast uns in der Kirche zu einer neuen Gemeinschaft zusammengeführt;
– gib, dass wir einander dienen in Geduld.

Du willst das gute Werk vollenden, das du in uns begonnen hast;
– laß uns den Glauben bewahren bis ans Ende.

(Bitten der Laudes)

18. September

„Lieben und verehren will ich die von Christus gesandten Apostel und ihre Nachfolger, die so eifrig den Samen des Evangeliums ausstreuen und so unermüdlich mitarbeiten an der Ausbreitung des Wortes Gottes; sie können mit Recht bezeugen: Jeder erachte uns als Diener Christi und Ausspender der Geheimnisse Gottes. Als treubesorgter Hausvater wollte der Herr, dass durch solche Diener und Boten das Licht des Evangeliums an dem Feuer, das er vom Himmel gebracht hatte, entzündet werde, dass es nicht unter den Scheffel gestellt, sondern auf den Leuchter erhoben werde und so seinen Schein überallhin werfe und aller Finsternis und allem Irrtum bei Juden und Heiden ein Ende mache.“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore am Gedenktag des hl. Lambert)

17. September

„Im Jahre 1170 nach Christi Geburt lag ich lange krank danieder. Da schaute ich, wach an Körper und Geist, eine Frau von solcher Schönheit, dass Menschengeist es nicht zu fassen vermochte. Ihre Gestalt ragte von der Erde bis zum Himmel. Ihr Antlitz leuchtete von höchstem Glanz. Ihr Auge blickte zum Himmel. Bekleidet war sie mit einem strahlendhellen Gewand aus weißer Seide und einem Mantel, besetzt mit kostbaren Steinen. An den Füßen trug sie Schuhe aus Onyx. Aber ihr Antlitz war mit Staub bestreut, ihr Gewand an der rechten Seite zerrissen. Auch hatte der Mantel seine erlesene Schönheit verloren, und ihre Schuhe waren von oben her beschmutzt. Mit lauter, klagender Stimme schrie sie zum hohen Himmel hinauf: Horch auf, Himmel: mein Antlitz ist besudelt! Trauere Erde: mein Kleid ist zerrissen! Erzittere, Abgrund,: meine Schuhe sind beschmutzt!“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore am Gedenktag der hl. Hildegard)