27. Juni

„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“1 Hart und schwer scheint, was der Herr befiehlt: Wer sein Jünger sein will, soll sich selbst verleugnen. Aber es ist nicht schwer und hart, was er befiehlt; denn er selbst hilft uns, dass wir es vollbringen.

(Auszug aus der Lesung der Lesehore am Gedenktag der hl. Hemma von Gurk)

26. Juni

„Wir müssen im Gedächtnis behalten, dass der Tempel, der von Salomo erbaut und von Serubbabel und Jeschua wiederhergestellt wurde, in vieler Hinsicht ein Sinnbild ist. Er bedeutet jede auserwählte Seele, die ein Haus und Tempel des Heiligen Geistes Christi ist, weil der Geist Christi in ihr wohnt. Der Tempel bedeutet auch die ganze Kirche, das heißt, die Versammlung aller Auserwählten, der Engel wie der Menschen.“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore vom Dienstag der 12. Woche im Jahreskreis)

25. Juni

Gott, du hast den Menschen die Erde anvertraut, sie zu hüten und zu bebauen, und lässt die Sonne über ihnen aufgehen, damit sie ihnen leuchte. Gib, dass unser Tagewerk gelinge, zu deiner Ehre und zum Wohl unseres Nächsten. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

(Oration aus dem Stundengebet zum Montag der 12. Woche im Jahreskreis)

21. Juni

„Aus einem Brief an seine Mutter.

Vom Erbarmen des Herrn will ich ewig singen

Für immer erbitte ich für Euch, erlauchte Frau, die Gnade und den Trost des Heiligen Geistes. Als mir Euer Brief gebracht wurde, weilte ich noch in diesem Bereich des Todes. Jetzt aber gilt es, endlich einmal dem Himmel nahezukommen, um den ewigen Gott im Land der Lebendigen zu lieben. Neulich hoffte ich schon vor dieser Zeit den Weg vollenden zu dürfen. Wenn es Liebe ist, wie der heilige Paulus sagt, „sich mir den Fröhlichen zu freuen und mit den Weinenden zu weinen“1, dann müsst Ihr, erlauchte Frau Mutter, notwendig Freude daraus schöpfen, dass Gott aus Wohlwollen und Gnade gegen Euch mir die wahre Freude und Gewissheit gibt, dass ich nicht zu fürchten brauche, ihn jemals zu verlieren.“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore am Gedenktag des hl. Aloisius von Gonzaga)

18. Juni

Du lenkst unser Leben an jedem Tag;
– gib, dass wir dir heute die Ehre erweisen.

Steh uns bei, da wir die Arbeit dieses Tages auf uns nehmen;
– lenke unser Tun nach deinem Willen.

Laß unser Werk gelingen
– und mach es fruchtbar für unsere Brüder.

Sei mit allen, die uns heute begegnen;
– schenke ihnen deinen Frieden und deine Freude.

(Bitten der Laudes am Montag der 11. Woche im Jahreskreis)

15. Juni

„Eure guten Taten sollen allen Menschen bekannt werden“3, das heißt: euer heiliges Leben werde nicht nur vor Gott bekannt, sondern auch vor allen Menschen. Euer Leben soll allen, die auf Erden mit euch zusammenwohnen, ein Beispiel der Güte und der Mäßigung sein. Es diene einem guten Andenken vor Gott und den Menschen.“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore am Freitag der 10. Woche im Jahreskreis)

13. Juni

„Wer vom Heiligen Geist erfüllt ist, redet in viele Sprachen. Die vielen Sprachen sind ein vielfältiges Zeugnis von Jesus Christus. Solche Sprachen sind: Demut, Armut, Geduld und Gehorsam. In ihnen reden wir, wenn wir sie anderen an uns sichtbar machen. Die Rede hat Leben, wenn die Taten sprechen. Ich bitte: Schluss mit den Worten, die Taten sollen sprechen! „

(Auszug aus der Lesung der Lesehore am Gedenktag des hl. Antonius von Padua)