„Wir sagen euch an den lieben Advent
Sehet, die erste Kerze brennt!
Wir sagen euch an eine heilige Zeit.
Machet dem Herrn den Weg bereit!
Freut euch, ihr Christen!
Freuet euch sehr.
Schon ist nahe der Herr.“
(Neues Gotteslob Nr. 223)
„Gott, unser Vater, erwecke deine Gläubigen zu neuem Eifer, damit das Werk deines Erbarmens in unserem Leben reiche Frucht trägt und wir einst die Fülle des Heils empfangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.“
Oration aus dem Stundengebet (Lesehore)
Gepriesen sei Christus, der uns mit seinem kostbaren Blut erkauft hat. Zu ihm lasst uns beten:
R: Lamm Gottes, erbarme dich unser.
Als du am Kreuze hingst, floss Blut und Wasser aus deiner Seite;
– wasche uns rein von unseren Sünden.
Du hast den Neuen Bund in deinem Blut gestiftet;
– gib, dass wir dir die Treue halten.
Durch dein Kreuz hast du die ganze Welt erlöst;
– gib, dass wir in allen Dingen deine Spur erkennen.
Du hast uns den Anfang dieses Tages geschenkt;
– stärke uns auf dem Weg deiner Nachfolge.
Bitten aus dem Stundengebet (Laudes)
„Herr und Gott, du wahres Licht, gib, dass wir in der Tiefe unseres Herzens gläubig erfassen, was heilig ist, und in der Klarheit deines Lichtes diesen Tag verbringen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.“
Oration aus dem Stundengebet
„So streite ich unglücklicher Mensch mit mir und bin mir selbst zur Last1, da der Geist nach oben, das Fleisch aber nach unten strebt.
Aber selig ist der Mensch, der um deinetwillen alles Geschaffene lässt, der die Natur beherrscht und durch den Eifer des Geistes die Begierden des Fleisches kreuzigt, um dir so mit geläutertem Gewissen ein reines Gebet darzubringen und, nachdem er äußerlich und innerlich alles Irdische ausgeschlossen hat, würdig zu sein, unter den Chören der Engel zu weilen.“
(1) Vgl. Ijob 7,20 (Vg.).
Auszug aus dem Lektionar. Mehr hier.
„Mein Sohn, lass dich weder niederdrücken und betrüben durch die Mühseligkeiten, die du um meinetwillen auf dich genommen hast, noch sollen Trübsale dich immerfort niederwerfen; es stärke und tröste dich vielmehr meine Verheißung. Ich bin mächtig genug, dir in jeder Weise und über alles Maß hinaus zu vergelten. Du wirst dich hier nicht lange abmühen und nicht immer mit Leiden beschwert sein. Harre nur ein wenig; und du wirst schnell das Ende deiner Plagen sehen. Es kommt die Stunde, in der jede Mühe und Unruhe aufhört.“
Auszug aus dem Lektionar. Mehr hier.
„Herr Jesus Christus, König des Himmels und der Erde, lenke und heilige heute unser Herz und unseren Leib, unsere Gedanken, Worte und Werke. Gib, dass wir tun, was du gebietest, damit wir mit deiner Hilfe das Heil erlangen und frei werden hier und auf ewig. Darum bitten wir dich, der du in der Einheit des Heiligen Geistes mit Gott dem Vater lebst und herrschest in alle Ewigkeit.“
(Oration aus dem Stundengebet)
„Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten genannt werden, denn du wirst einhergehen ›vor dem Herrn, seine Wege zu bereiten‹, um seinem Volke zu bringen Erkenntnis des Heils durch Vergebung ihrer Sünden, aus der erbarmenden Liebe unseres Gottes, mit der uns heimsuchen wird ein aufgehend Licht aus der Höhe, um ›denen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes‹, und unsere Füße zu lenken auf den Weg des Friedens.« Der Knabe aber wuchs heran, wurde stark an Geist und lebte in der Wüste bis zu dem Tag, da er hintreten sollte vor Israel.“
„Wenn wir auf alles verzichten, dann sorgt der Herr für alles und lenkt alles.
Wenn wir uns hingegen etwas vorbehalten, weil wir es ihm nicht anvertrauen wollen, so lässt er uns, wie wenn er sagen wollte:
Wenn du dich für so klug hältst, dies ohne mich tun zu können, dann mach es nur allein, du siehst dann schon, wie weit du damit kommst.“
(Franz von Sales)
„Wir dürfen uns nicht von Müdigkeit überwältigen lassen; auch ist uns keine Traurigkeit erlaubt, auch wenn wir dazu Gründe hätten wegen der vielen Sorgen und der vielen Formen von Gewalt, die unsere Menschheit verletzten. Die Ankunft des Herrn füllt aber unser Herz mit Freude. Der Prophet, der in seinem eigenen Namen – Zefania – den Inhalt seiner Verkündigung trägt, öffnet unser Herz für die Zuversicht: Gott schützt sein Volk. In einer Zeit von viel Gewalt und Brutalität, vor allem durch Menschen, die ihre Macht ausspielen, lässt uns Gott wissen, dass er selber sein Volk regieren wird, dass er es nicht mehr der Arroganz der Willkür der Herrschenden überlässt, und es von aller Furcht befreien wird. Heute wird von uns erwartet, dass wir unsere Hände nicht aus Zweifel, Ungeduld oder Leiden sinken lassen“.
(Papst Franziskus am 13.12.2015)