„Ja der König der Herrlichkeit belohnt seine Diener nicht nach der Würde der Ämter, die sie bekleiden, sondern nach der Liebe und Demut, mit der sie ihre Aufgabe erfüllen.“
(Franz von Sales)
„Lass nicht zu, dass dein Volk sich von dir trennt, oh Herr! Nichts und niemand trenne uns von deiner Barmherzigkeit, die uns vor den Verlockungen des bösen Feindes schützt. So werden wir mit allen deinen Heiligen deine Barmherzigkeit besingen können, wenn du uns einst zu dir rufst.“
(Papst Franziskus beim Einkehrtag zum Jubiläum der Priester am 02.06.2016)
„Die Barmherzigkeit „malt“ uns nicht von außen das Gesicht eines guten Menschen auf, sie macht für uns nicht den Photoshop, sondern mit ebendiesen Fäden unserer Erbärmlichkeiten und unserer Sünden, die mit väterlicher Liebe verflochten werden, „webt“ sie uns so, dass unsere Seele sich erneuert und ihr wahres Bild, das Bild Jesu, zurückgewinnt.“
(Papst Franziskus beim Einkehrtag zum Jubiläum der Priester am 02.06.2016)
„Der Herr wird nicht nur nicht müde, uns zu vergeben, sondern er erneuert auch den „Schlauch“, in dem wir seine Vergebung empfangen. Für den neuen Wein seiner Barmherzigkeit benutzt er einen neuen Schlauch, damit dieser sich nicht wie ein geflicktes Kleid oder wie ein alter Schlauch verhält (vgl. Mt 9, 16-17). Und dieser Schlauch ist seine Barmherzigkeit selbst: seine Barmherzigkeit, insofern sie in uns selbst erfahren wird und insofern wir sie in die Tat umsetzen, wenn wir den anderen helfen. Das Herz, das Barmherzigkeit empfangen hat, ist nicht ein geflicktes Herz, sondern ein neues, neu erschaffenes Herz. Das, von dem David sagt: » Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist! « (Ps 51 [50], 12). Dieses neue, neu erschaffene Herz ist ein guter Behälter.“
(Papst Franziskus beim Einkehrtag zum Jubiläum der Priester am 02.06.2016)
„Das Sammelbecken für die Barmherzigkeit ist unsere Sünde. Doch häufig kommt es vor, dass unsere Sünde wie ein Sieb ist, wie ein durchlöcherter Krug, aus dem die Gnade in kurzer Zeit abfließt: » Denn mein Volk hat doppeltes Unrecht verübt: Mich hat es verlassen, den Quell des lebendigen Wassers, um sich Zisternen zu graben, Zisternen mit Rissen, die das Wasser nicht halten « (Jer 2,13). Daher ergibt sich die Notwendigkeit, die der Herr dem Petrus verdeutlicht, » siebzigmal siebenmal « zu vergeben. Gott wird nicht müde zu vergeben, auch wenn er sieht, dass es seiner Gnade anscheinend nicht gelingt, starke Wurzeln im Erdreich unseres Herzens zu schlagen; wenn er sieht, dass die Straße hart und steinig ist und voller Unkraut. Er sät immer wieder neu seine Barmherzigkeit und seine Vergebung aus.“
(Papst Franziskus beim Einkehrtag zum Jubiläum der Priester am 02.06.2016)