09. Dezember – Ganz Dein…

Lasst uns beten zu Gott, dem allmächtigen Vater, der Maria, die Mutter seines Sohnes, den Menschen zur Fürsprecherin gegeben hat:

 

R: Höre auf die Fürbitte der seligen Jungfrau.

Du hast Maria zur Mutter deines Sohnes auserwählt;
– lass die Kirche unter ihrem Schutz geborgen sein.

Du hast Maria den Menschen zur Mutter gegeben;
– auf ihre Fürsprache gewähre den Kranken Heilung und den Trauernden Trost.

Du hast Maria die Fülle deiner Gnade geschenkt;
– auf ihre Fürsprache schenke den Sündern Vergebung und allen Menschen Frieden und Heil.

Du hast Maria zum Urbild deiner Kirche gemacht;
– gib, dass deine Gläubigen einmütig mit Maria im Gebet verharren.

Du hast die Unbefleckte Jungfrau mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen;
– schenke unseren Verstorbenen die ewige Freude mit Maria und all deinen Heiligen.

(Fübitten des Stundengebetes zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria)

08. Dezember – Ganz Dein…

Heute am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria (das in diesem Jahr am 09. Dezember begangen wird) lasst uns einstimmen in den Hymnus:

O Jungfrau, rein und makellos,
o Mutter, die uns Gott gebar,
du bist des Himmels offnes Tor,
Der Engel Freude, unser Ruhm.

Dich hat vor allem Anbeginn
des Vaters Liebe auserwählt,
dass du, vor jeder Schuld bewahrt,
der Welt den neuen Adam schenkst.

Noch ehe unser Retter kam,
ward dir in Fülle schon zuteil,
was er in Tod und Auferstehn
erwirkte der verlornen Welt.

Du reine Jungfrau, sei gegrüßt,
in der wir unsre Hoffnung schaun:
Du stehst als großes Zeichen da,
der neuen Schöpfung klares Bild.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der uns befreit vom Joch der Schuld,
dem Vater und dem Geiste Lob
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

 

 

07. Dezember – Ganz Dein…

Viele meinen, sie brauchen Maria nicht. Dazu einfach einmal folgende Geschichte (frei wiedergegeben nach dem hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort):

Ein Bauer kann seine Pacht nicht bezahlen. Er hat nur einen wurmstichigen Apfel. Mit diesem Apfel kommt er zu dem König. Da er aber ein gutes Verhältnis zur Königin hat, gibt er ihr den Apfel. Sie nimmt den Apfel aus Güte gegen den Armen und Ehrerbietung vor dem König, schneidet das Wurmstichige ab und legt ihn zwischen Blumen auf einen goldenen Teller. Und der König kann gar nicht anders, als diesen Apfel mit Freuden aus der Hand der Königin zu empfangen.

05. Dezember – Ganz Dein…

Nutzen wir oft das Sakrament der heiligen Beichte:

„Durch die Beichte erhältst du ja nicht nur die Lossprechung von den lässlichen Sünden, die du bekennst, sondern darüber hinaus viel Kraft, um sie in Zukunft zu meiden, Licht, um sie klarer zu erkennen, reiche Gnade, um den ganzen Verlust auszugleichen, den sie dir verursacht haben.“

(Franz von Sales)

03. Dezember – Ganz Dein…

Schenken wir uns ganz hin:

Mein Vater, ich überlasse mich dir; mach mit mir, was dir gefällt. Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir. Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an. Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt und an allen deinen Geschöpfen, so ersehne ich weiter nichts, mein Gott. In deine Hände lege ich meine Seele. Ich gebe sie dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens, weil ich dich liebe und weil diese Liebe mich treibt, mich dir hinzugeben, mich in deine Hände zu legen, ohne Maß, mit einem grenzenlosen Vertrauen. Denn du bist mein Vater.

(Charles de Foucauld)

25. November

Ab dem 1. Advent beginnen wir hier mit einem neuen Thema. Für die Zeit bis dahin wünsche ich uns allen, dass auch wir uns immer wieder neu entzünden lassen von Gott, seinem Ruf folgen und uns nicht von seiner Wahrheit abbringen lassen.

 

Bitte zünde mich an!

Es kam der Tag, da sagte das Zündholz zur Kerze: „Ich habe den Auftrag, dich anzuzünden.“

„O nein“, erschrak die Kerze, „nur das nicht! Wenn ich brenne, sind meine Tage gezählt. Niemand mehr wird meine Schönheit bewundern.“

Das Zündholz fragte: „Aber wilst du denn dein Leben lang kalt und hart bleiben, ohne zuvor gelebt zu haben?“

„Aber brennen tut doch weh und zehrt an meinen Kräften“, flüsterte die Kerze unsicher und voller Angst.

„Es ist wahr“, entgegnete das Zündholz.

„Aber das ist doch das Geheinmnis unserer Berufung: Wir sind berufen, Licht zu sein. Was ich tun kann, ist wenig. Zünde ich dich aber nicht an, so verpase ich den Sinn meines Lebens. Ich bin dafür da, Feuer zu entfachen.

Du bist eine Kerze. Du sollst für andere leuchten und Wärme schenken. Alles, was du an Schmerz und Leid und Kraft hingibst, wird verwandelt in Licht.

Du gehst nicht verloren, wenn du dich verzehrst. Andere werden dein Feuer weitertragen. Nur wenn du dich versagst, wirst du sterben.“

Da spitzte die Kerze ihren Docht und sprach voller Erwartung: „Ich bitte dich, zünde mich an!“

(Überlieferte Legende)