Oft kommen sich Gläubige alleingelassen vor. Doch wir sind keine Einzelgänger, sondern Glieder einer mächtigen, durch den Geist geleiteten Familie. Wir haben teil am ganzen Familienwohlstand und sind Mitarbeiter bei jeder Tätigkeit jeden Gliedes und auch Mitempfänger der Segnungen eines jeden einzelnen Verwandten. Das ist ein Vorgeschmack der Einheit und vollkommenen Erfüllung im Himmel.
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26. August – Gott ruft uns

„Wenn einer mir nachfolgen will, so verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ (Matthäus 16,24)
Diese Bibelstelle ist eine Pflicht. Es ist nicht nur eine Zucht der auferlegten Selbstverleugnung und des Aufgebens aller Wünsche auf ein Leben ohne das Kreuz. Es ist eine vollständige Zurückweisung und Aberkennung jeglichen Anspruchs, den die Persönlichkeit machen könnte. Und dies soll nicht nur einmal geschehen, sondern täglich.
25. August – Gott ruft uns
Unsere Seele gleicht einem Gebäude, nämlich einem Tempel, in welchem sich der Geist Gottes niederlassen kann.
Ziegelsteine alleine und am Boden zerstreut sind nutzlos. Werden sie aber aufeinander gebaut, bilden sie ein Haus. So gibt der Gehorsam den Mörtel ab, durch den die Lehren festgehalten werden, um einen Teil unseres Wesens auszumachen. Das sind die Lehren, die ohne diesen Mörtel verloren gehen würden. Darum müssen wir jede Lehre, die Gott uns gibt, in unserem Leben in die Tat umsetzen.
24. August – Gott ruft uns
Wie lange noch wird Gott Geduld üben?
Wie sehr wird sein Bild entheiligt, wie sehr sein Reich auf Erden zerstört, das doch das Reich des Herrn sein soll. Gott sieht die entfesselten Leidenschaften, die zugrunde gerichtete Unschuld und die nach Herrschaft schreienden Menschen.
Ja, er geht als Mann der Schmerzen durch die Welt und sieht die mit Füßen getretenen, die Unterdrückten, die Verfolgten und ihre Verfolger, die Tyrannen und die Schwachen.
Missachten wir nicht seine Wünsche und widersetzen wir uns nicht seinen Befehlen.
23. August – Gott ruft uns
„Jesus sprach zu ihnen: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nimmermehr dürsten.“ (Johannes 6,35)
Und hungern und dürsten wir wirklich nach Gott? Oft fragen wir uns doch, warum unser Verlangen nach Gerechtigkeit nicht gestillt wird. Solange Gottes wahre Lehren noch nicht völlig aufgenommen sind, kann auch kein wirklicher Hunger nach mehr entstehen.
Sollten wir die wahre Freude auf unserem Weg vermissen, dann stellen wir uns doch selber die Frage, ob wir die wahren Lehren, die uns vorgetragen wurden, auch vollständig in unserem Leben angewandt haben. Setzen wir Gottes Lehren in unserem Leben in die Tat um und kommen wir dann zu Jesus, dem Brot des Lebens, der Nahrung für unsere Seele.
22. August – Gott ruft uns
Viele sprechen über Jesus. Sie sprechen nicht Gottes Worte aus, sondern Worte über ihn. Das ist ein großer Unterschied.
Dabei würde es den Menschen so gut tun Jesus zu sehen, seine Macht in Tätigkeit zu erfahren und nicht nur über Gott erzählen zu hören.
Strecken wir uns also aus, um Jesu Frieden zu erleben. Dieser Friede lässt uns wie seine Jünger ruhig, gelassen und ungestört sein, ganz unabhängig von den in der uns umgebenden Welt herrschenden Zustände.
Hören wir also nicht nur von Gottes Freude, sondern nehmen wir selber daran teil. Gott will sich uns so gerne offenbaren. Geben wir ihm die Chance dazu.
21. August – Gott ruft uns
Gehorsam ist die oberste Stufe der Himmelsleiter, so sagte es schon Pater Pio. Die Menschen wundern sich oft, dass sie das wahre Glück nicht finden. Sie finden es nicht, weil sie nicht auf dem Weg des einfachen Gehorchens gehen.
Jesus sagte: „denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“ ( Johannes 6,38)
Nur auf dem schlichten Weg des Gehorsams werden wir ihn finden.
Gehorchen wir also einfach und vorbehaltlos Gottes Geboten. Wenn wir dann suchen, werden wir ganz sicher finden. „Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr euch nicht bekehrt und nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen.“ (Matthäus 18,3)
20. August – Gott ruft uns
Das menschliche Leben ist keine durch einen launischen Gott in Szene gesetzte Tragödie oder Komödie.
Der Mensch hat in seinem Leben die Möglichkeit das wiederzuerlangen, was die Menschheit einst verloren hat. Dazu schenkt Gott immer wieder die Gnade, da er die Menschen auf der ganzen Wegstrecke führt und unterstützt.
So atmen wir schon hier auf Erden die wahre Himmelsluft ein und bekommen das geistige Leben eingeflößt.
19. August – Gott ruft uns
Geben wir reichlich. Kleinliches Geben behindert das Wachsen der Seele. Mit dem Geben ist aber nicht nur das Materielle gemeint, sondern vielmehr unser Herz. Denken wir an das Ja, das Maria gegeben hat.
Gott beschenkt uns so sehr. Das sehen wir schon alleine in der Natur. Stellen wir uns ihm zur Verfügung. Er wird uns dann alles, was wir für seinen Auftrag benötigen, in großer Fülle geben.
18. August – Gott ruft uns
Üben wir uns immer mehr darin ein von unserem eigenen Ich abzulassen und Gottes Willen zu suchen. Tauschen wir dazu einfach alle Wünsche, die sich um uns selber drehen, und setzen wir einen Wunsch Gottes dafür ein. Wenn Hilflosigkeit hochkommt, dann denken wir an die Macht und Kraft eines aus Gottes Geist geleiteten Lebens.
Zunächst müssen wir uns dazu überwinden, doch es wird mit der Zeit eine selbstverständliche Gewohnheit werden. Gott löst so unsere Fesseln und wir werden das Wunder unserer Befreiung erfassen.