Gott ist für alle Menschen da.
Er verschenkt weltliche und geistige
Hilfe freigiebig.
Nicht als Belohnung für ein gutes Verhalten,
sondern als Erfüllung seines Gelübdes,
dass er all denen gegenüber abgelegt hat,
die an ihn glauben.
Gott ist der beste Zuhörer, den wir uns vorstellen können. Wir dürfen mit allem zu ihm kommen.
– mit all unseren Bitten
– mit all unserem Flehen
– mit all unseren Freuden
– mit all unseren Leiden
– mit all unseren Gedanken…
Dadurch kommen wir ihm näher und es ist für ihm eine Entschädigung für die Vernachlässigungen, die er erleidet.
Im geistigen Leben gibt es viele Höhen und Tiefen. Es fällt uns oft nicht leicht,
– seine Befehle zu befolgen,
– Entschlüsse auszuführen, die wir einmal getroffen haben,
– unsere Arbeit in Liebe und Freude auszuführen
– Mängel anzunehmen…
Doch Gott hat nie gesagt, dass wir nur auf Rosenblüten wandern. Es gehören auch immer die Dornen dazu. Nachdem Petrus Jesus verleugnet hatte, erkannte er seine Sünden. Er bereute und weinte bitterlich. Und wie ist das mit uns?
Vertrauen wir darauf, dass dort, wo Gott ist, nichts Übles zu bestehen vermag. Halten wir uns daher immer mehr in seiner Gegenwart auf. Beten wir um die Erkenntnis, dass wir die Größe dieser Zeit begreifen. Wenn wir in Gott sind, und er in uns, dann kann nichts Böses uns widerfahren. Manchmal dauert es viele Jahre, bis wir geistige Wahrheiten erfassen. Manchmal spüren wir aber auch eine plötzliche Erleuchtung.
Wie oft werden wir unserer besonderen Schätze und Juwelen beraubt, weil wir einfach zuviel darüber reden. Immer wieder meinen wir uns mit unseren Mitmenschen austauschen zu müssen über alles. Dabei gibt es Dinge, die einfach der Stille bedürfen, um zu einer wunderschönen Blume heranzuwachsen. Auch eine Knospe braucht ihre Zeit bis zur Vollendung. Würden wir da nachhelfen wollen, dann würde die Blume eingehen. So ist es auch im geistigen Leben. Nehmen wir unser Ich zurück und verbleiben immer wieder in der Gegenwart Gottes.
Gott ist bei uns. Er erlöst uns. Dabei sollen wir nicht nur nach Befreiung von äußeren Umständen suchen, sondern vor allem von den selbstgemachten Bindungen. Keine früher begangene Sünde kann uns in Ketten legen, wenn wir sie aufrichtig gebeichtet und Gott übergeben haben. Blicken wir immer zu ihm auf. Er vergibt uns unsere Sünden. Überwinden wir unsere Schwächen mit seiner Stärke.
Befindest Du Dich zur Zeit in der Dunkelheit? Dann versuche die Dunkelheit als Morgendämmerung zu betrachten. Denn hättest Du niemals eine Morgendämmerung oder einen hellen Tag erlebt, dann könntest Du davon ja auch gar nicht träumen können. Auch wenn jetzt noch kein strahlender Tag geworden ist, so dürfen wir die Dämmerung des anbrechenden Tages mit Gott schon begrüßen und preisen.
Im Gebet sollte unsere Freude am Zusammensein mit Gott zum Ausdruck kommen. Das Gebet ist nicht ein reines Bittgesuch. Das Gebet sollte ein glückliches Sich-Hinwenden zu Gott sein, um Gott zu treffen aus Freude am Zusammensein mit ihm. Gleichzeitig ist das Gebet eine Vorbereitung für unser Zurückkehren zu denen, die Gottes Liebe durch uns empfangen.