03. August – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Ihr armen Kinder Mariens, eure Schwäche ist grenzenlos, eure Unbeständigkeit ist groß, euer Wesenskern ist verderbt. Ich gebe es zu, ihr seid aus dem gleichen verdorbenen Stoff gebildet wie alle Kinder Adams und Evas. Aber verliert deswegen nicht den Mut: tröstet euch, ja freuet euch!

Fortsetzung folgt….
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

02. August – Ganz Dein…

Fortsetzung…
Wenn ich jemand tausend Taler zur Aufbewahrung anvertraue, dann ist er verpflichtet, sie mir zu bewahren; und wenn meine tausend Taler durch eine Nachlässigkeit seinerseits verlorengehen, so ist er mir von Rechts wegen dafür haftbar. Aber Maria, die getreue Jungfrau, wird niemals aus Nachlässigkeit verlorengehen lassen, was man ihr anvertraut hat. Eher vergingen Himmel und Erde, als Dass Maria nachlässig und treulos wäre gegenüber jenen, die ihr vertrauen.

Fortsetzung folgt….
(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

31. Juli – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Trotzdem dürfen wir nichts verachten, nichts ungerecht verurteilen, über nichts ungerecht nörgeln. Preisen wir Gott für die Erhabenheit der anderen, für unseren Teil aber bleiben wir bescheiden auf unserem niedrigen, gewöhnlichen aber sicheren Weg; er ist zwar weniger glänzend, aber unserem Ungenügen und unserer geringen Bedeutung angemessener. Gehen wir auf diesem Weg demütig und gewissenhaft weiter, dann wird uns Gott zu erhabener Größe führen.

(Franz von Sales)

30. Juli – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Saul suchte die Esel seines Vaters und fand die Königskrone (1 Sam 9; 1 Sam 10), Rebekka tränkte die Kamele Abrahams und wurde die Braut seines Sohnes (1Mos 24,44), Ruth sammelte die liegengebliebenen Ähren des Booz, schlief zu seinen Füßen und wurde zu seiner Gemahlin erhoben (Rut 2-4). Das Streben nach den hohen und erhabenen Dingen ist Illusionen, Täuschungen und Irrtümern ausgesetzt; es kommt oft vor, dass solche, die sich für Engel halten, nicht einmal gute Menschen sind; sie geben sich wohl großartig in Worten, erhaben im Reden, weniger aber in der Gesinnung und in den Werken.

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

28. Juli – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Lassen wir die Übererhabenheit den übererhabenen Seelen; wir verdienen keinen so hohen Rang im Dienste Gottes; wir wollen uns überglücklich schätzen, wenn wir in der Küche oder Bäckerei arbeiten, seine Lakaien, Packträger und Diener sein dürfen; es bleibt dann seinem Gutdünken vorbehalten, ob er uns zu sich berufen und in seinen Rat aufnehmen will.

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

27. Juli – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Ich füge noch hinzu, dass wir nur unternommen haben, anständige und fromme Menschen zu werden; darauf müssen wir hinarbeiten. Gefällt es Gott, uns zur Vollkommenheit der Engel zu erheben, dann werden wir auch gute Engel sein. Vorläufig aber üben wir uns einfach, demütig und eifrig in den kleinen Tugenden, deren Erwerb der Herr unserer Sorge und unserem Eifer anvertraut hat, in Geduld, Herzensabtötung, Demut und Armut, im Gehorsam, in der Keuschheit, in der Liebe zum Nächsten, im Ertragen unserer Fehler, in der Sorgfalt und im heiligen Eifer.

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

26. Juli – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Sie sind keineswegs notwendig, um Gott zu dienen und ihn zu lieben, was unser einziges Verlangen sein soll. Außerdem sind sie im Allgemeinen nicht Gaben, die wir durch unseren Eifer und unser Bemühen erwerben können; sie sind eher erlittene Zustände denn Handlungen, die wir wohl auf uns nehmen, nicht aber selbst hervorrufen können.

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

25. Juli – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Es gibt Dinge, die manche für Tugenden halten, die es aber keineswegs sind, nämlich Ekstasen, Verzückungen, Verklärungen, Schwebezustände und ähnliches, wovon gewisse Bücher sprechen, um die Seele zur „rein geistigen Beschauung,“ zur „wesentlichen Geistesvereinigung“ und zum „übererhabenen Leben“ zu führen.

Sieh, all das ist nicht Tugend, sondern eher eine göttliche Belohnung fü ein Leben der Tugend, ja mehr noch ein Vorgeschmack des Jenseits, der manchen Menschen gegeben wird, damit sie sich nach der vollen Seligkeit des Himmels sehnen. Aber deswegen brauchen wir nach diesen Gaben nicht zu streben.

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)