27. Mai – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Nicht einmal den kleinsten guten Gedanken oder das geringste Leiden nehmen wir aus. Alles, was wir an Sühnewerten erworben haben und bis zumTode noch erwerben werden, überlassen wir der Gottesmutter, damit sie es zur Bekehrung der Sünder oder zur Befreiung der Armen Seelen aus dem Fegefeuer verwende.

Fortsetzung folgt…

(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

26. Mai – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Ein weiterer Ansporn, uns diese Form der Marienverehrung zu eigen zu machen, ist der große Nutzen, der unserem Nächsten daraus erwächst; denn sie ist eine hervorragende Übung der Nächstenliebe. Wir schenken nämlich dem Nächsten durch die Hände Mariens unseren teuersten Besitz: den Sühnewert und den fürbittenden Wert aller unserer guten Werke.

Fortsetzung folgt…

(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

24. Mai – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Diese Erfahrung bewog sie, die Ganzhingabe vielen anderen zu empfehlen, die darin große Fortschritte machten. Unter ihnen war auch Olier, der Gründer des Seminars von St. Sulpice, und mehrere andere Priester und Kleriker dieses Seminars. Eines Tages erschien die heilige Jungfrau der Mutter Agnes und legte ihr eine goldene Kette um den Hals, um so ihre Freude darüber zu bezeugen, dass sie sich dem Dienste Jesus und Mariens geweiht hatte.

Fortsetzung folgt…

(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

23. Mai – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Kaum war sie daheim angekommen, da schenkte sie sich sofort dem Heiland und der Gottesmutter als Eigentum obwohl sie früher nichts von dieser Hingabe gewusst hatte. Dann suchte sie eine eiserne Kette, gürtete sie um ihre Hüften und trug sie bis zum Tod. Von diesem Augenblick an hörten all ihre Nöte und Skrupel auf, sie war in einem tiefen Frieden und ihr Herz ward von Freude erfüllt

Fortsetzung folgt…

(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

22. Mai – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Ich will mich nicht damit aufhalten, diese Wahrheit ausführlich zu begründen,sondern nur eine Begebenheit anführen, die ich in der Lebensbeschreibung der Mutter Agnes von Jesus gelesen habe, einer Dominikanerin im Kloster von Langeac in der Auvergne, die dort im Jahre 1634 im Rufe der Heiligkeit gestorben ist. Sie war erst sieben Jahre alt und schon in großer seelischer Not; da hörte sie eine Stimme ihr sagen, sie solle sich möglichst bald dem Heiland und seiner heiligsten Mutter als Eigentum weihen, um von all ihrer Not befreit und vor all ihren Feinden beschützt zu sein.

Fortsetzung folgt…

(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

21. Mai – Ganz Dein…

Fortsetzung…

erstens befreit er ihn von aller knechtischen Furcht, die ihn nur einengen, fesseln und verwirren könnte;

zweitens weitet er ihm das Herz in heiligem Vertrauen auf Gott, den er als seinen Vater erkennt;

drittens flößt er ihm eine zärtliche Kindesliebe ein.

 

Fortsetzung folgt…

(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

20. Mai – Ganz Dein…

Die Ganzhingabe verleiht uns eine große innere Freiheit

Wer die Ganzhingabe treu übt, dem verleiht sie eine große innere Freiheit, die Freiheit der Kinder Gottes. Hat sich jemand durch diese Hingabe Jesus Christus ganz geweiht und zu eigen gegeben, dann belohnt ihn der Herr in seiner Güte auf dreifache Weise für seinen liebenden Verzicht auf den eigenen Willen…

Fortsetzung folgt…

(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

19. Mai – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Das Heilmittel in diesem Fall ist die Kräftigung des Leibes durch erlaubte Erleichterungen und Erholung. So verordnet der hl. Franz von Assisi seinen Ordensleuten, dass sie mäßig in ihren Kasteiungen sein sollen, um nicht im Eifer des Geistes zu erlahmen.
Dieser glorreiche Vater wurde einst von so tiefer Schwermut erfasst, dass es gegen seinen Willen auch in seinem äußeren Wesen sichtbar wurde. Wollte er mit seinen Brüdern reden, so konnte er es nicht; ging er von ihnen weg, dann wurde es noch schlimmer; Fasten und Kasteiungen drückten ihn nieder, das Gebet bot ihm keine Erleichterung. Zwei Jahre verbrachte er in diesem Zustand; Gott schien ihn ganz verlassen zu haben. Nachdem er aber demütig diesen furchtbaren Sturm ertragen hatte, gab ihm der Heiland in einem Augenblick den Frieden der Seele zurück. Wir sehen also, dass auch die großen Diener Gottes solchen Erschütterungen ausgesetzt sind; darum dürfen die kleineren nicht erstaunt sein, wenn sie auch ihnen zustoßen.

(Franz von Sales)

18. Mai – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Beachtest du aber die Lehren, die ich dir gegeben habe, dann wird durch die Übung der Tugend inmitten dieser seelischen Bedrängnis deine Vollkommenheit bestimmt zunehmen.
Ich will aber diese Frage nicht abschließen, ohne noch eine Bemerkung anzufügen. Zuweilen entstammt dieser Ekel, die Dürre und Unfruchtbarkeit einer körperlichen Unpässlichkeit, z. B. wenn wir infolge von Nachtwachen, Kasteiungen und Fasten von Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schwerfälligkeit und anderen Schwächen übermannt werden, die zwar den Leib betreffen, wegen der engen Verbindung von Leib und Seele aber
auch dem Geist Schwierigkeiten bereiten.
In dieser Lage dürfen wir nicht unterlassen, Tugenden mit der Spitze unseres Geistes und des höheren Willens auszuführen. Denn scheint auch unsere Seele eingeschlafen zu sein, ganz niedergeschlagen, betäubt und ermüdet, so ist die Tätigkeit unseres Geistes Gott doch wohlgefällig. Wir können dann mit der heiligen Braut sagen: „Ich schlafe, aber mein Herz wacht“ (Hohel 5,2). Wie gesagt, man hat wohl weniger fühlbare Freude an solchen Handlungen, aber mehr Verdienst und Tugend.

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)