17. März – Ganz Dein…

Wer unter euch sein Kreuz am besten trägt, der ist der Weiseste von allen, und wüsste er sonst nicht einmal das Abc. Hört den großen heiligen Paulus, der aus dem dritten Himmel zurückkehrte, wo er Geheimnisse vernommen hatte, die selbst den Engeln verborgen sind. Er ruft aus, dass er nichts wisse und nichts anderes wissen wolle als Jesus Christus, den Gekreuzigten.

Fortsetzung folgt…

(Ludwig Maria Grignion von Montfort)

16. März – Ganz Dein…

Fortsetzung…

„Hast du nur gewöhnliche Beschäftigungen, die keine gesammelte Aufmerksamkeit verlangen, dann schau mehr auf Gott als auf deine Arbeit. Hast du aber eine Arbeit, die deine ganze Aufmerksamkeit beansprucht, dann blicke wenigstens von Zeit zu Zeit zu Gott auf, gleich dem Seemann auf offenem Meer; um seine Richtung einzuhalten, schaut er mehr auf den Himmel als auf das Wasser, auf dem er dahinfährt. So wird Gott mit dir, in dir und für dich arbeiten, und deine Arbeit wird dir Freude bereiten.“

(Franz von Sales)

15. März – Ganz Dein…

Fortsetzung…

„Stütze dich in allen Arbeiten völlig auf die Vorsehung Gottes; nur siegibt deinen Plänen das Gelingen. Trage ruhigen Gemütes deinen Teildazu bei und sei überzeugt, wenn du dein ganzes Vertrauen auf Gottgesetzt hast, wirst du den besten Erfolg haben, mag er nun deinem menschlichen Ermessen gut oder schlecht erscheinen.Mache es wie die kleinen Kinder: Mit der einen Hand halten sie sicham Vater fest, mit der anderen pflücken sie Erdbeeren und Brombeerenam Wegrain. So sammle und gebrauche auch du die irdischen Güter mitder einen Hand, mit der anderen halte dich an der Hand des himmlischen Vaters fest. Schau immer wieder zu ihm auf, ob ihm dein Tun und deinWandel recht ist. Hüte dich vor allem, seine Hand loszulassen und dichseiner Obhut zu entziehen, in der Meinung, du könntest dann mehr zusammenraffen. Hält er dich nicht mehr, dann wirst du keinen Schritt tun,ohne hinzufallen.“

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

14. März – Ganz Dein…

Fortsetzung…

„Eile mit Weile“, sagt das Sprichwort. „Wer eilt“, sagt Salomo, „läuft Gefahr anzustoßen“ (Spr 19,2). Wir arbeiten rasch genug, wenn wir gut arbeiten. Die Hummeln machen mehr Lärm und gebärden sich geschäftiger als die Bienen, aber sie erzeugen weder Wachs noch Honig. So arbeitet weder viel noch gut, wer sich überhastet. Die Fliegen sind eine Plage nicht wegen ihrer Stärke, sondern wegen ihrer Menge; deswegen verwirren uns große Aufgaben weniger als eine große Zahl kleiner Geschäfte. Nimm sie alle in Ruhe hin, wie sie kommen. Bemühe dich, sie der Reihe nach zu erledigen, eins nach dem anderen. Wolltest du sie alle auf einmal ohne rechte Ordnung bewältigen, dann übernimmst du dich, ermüdest deinen Geist und wirst unter der Last erliegen, ohne etwas erreicht zu haben.

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

13. März – Ganz Dein…

Fortsetzung…

„Flüsse, die in der Ebene ruhig dahinfließen, tragen große Schiffe mit reicher Fracht; ein Regen, der sanft auf das Feld niederrieselt, macht es fruchtbar. Tosende Wildbäche dagegen und reißende Ströme überschwemmen das Land und sind für den Schiffsverkehr ungeeignet, wie auch Platzregen und Wolkenbrüche Wiesen und Felder verwüsten. Nie ward gut getan, was mit Hast und Ungestüm verrichtet wurde.“

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

12. März – Ganz Dein…

Fortsetzung…

Der Heiland tadelte Martha mit den Worten: „Martha, Martha! Du machst dir Sorge und Unruhe um sehr viele Dinge. “ (Lk 10,41). Siehst du: Hätte sie einfach ihre Pflicht erfüllt, dann wäre sie nicht in Aufregung geraten; da sie aber voll unruhiger Besorgnis war, tat sie ihre Arbeit hastig und verwirrt, und deswegen tadelte sie der Herr.

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

11. März – Ganz Dein…

Fortsetzung vom 10. März

„Sei sorgfältig und gewissenhaft in allen Obliegenheiten. Gott hat sie dir anvertraut und will, dass du große Sorgfalt darauf verwendest. Vermeide aber dabei jede Ängstlichkeit und Aufregung, d. h. verrichte sie ohne Unruhe, ohne ängstliche Besorgnis oder hitzigen Eifer. Verrichte deine Arbeit niemals hastig, denn jede aufgeregte Hast trübt Vernunft und Urteil; damit hindert sie uns, eine Sache gut zu machen, auf die wir solch blinden Eifer verwenden.“

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

10. März – Ganz Dein…

Unsere Arbeit wollen wir für Gott verrichten. Diese soll sich auszeichnen durch Gewissenhaftigkeit und ohne Unruhe und Hast. So schreibt Franz von Sales in der Philothea:

„Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt, die unsere Arbeit auszeichnen sollen, sind wohl zu unterscheiden von Unruhe, Ängstlichkeit und Übereilung. Die Engel kümmern sich um unser Heil und erfüllen diese Aufgabe mit Sorgfalt, aber ohne Unruhe, Aufregung und Hast. Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt sind Eigenschaften ihrer Liebe! Aufregung und Überhastung aber wären mit der Seligkeit der Engel nicht vereinbar. Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt stören den Frieden und die Ruhe der Seele nicht, wohl aber Ängstlichkeit, Hast und aufgeregte Geschäftigkeit.“

Fortsetzung folgt…

(Franz von Sales)

09. März – Ganz Dein…

Gregor von Nazianz sagt, dass manche den Gipfel des Tugendlebens durch die vollendete Übung einer einzigen Tugend erklommen, und er führt Rahab an, die durch Gastfreundschaft zum höchsten Ruhm gelangte (Jos 2,3-21; Jos 6,22-25; Hebr 11,31; Jak 2,25). Das gilt natürlich nur, wenn diese Tugend vorzüglich, mit großem Eifer und mit großer Liebe geübt wird.

(Franz von Sales)

08. März – Ganz Dein…

Haben wir besondere Schwierigkeiten mit einem bestimmten Fehler, dann verlegen wir uns soviel wie möglich auf die dem Fehler entgegengesetzte Tugend und beziehen auch die anderen Tugenden darauf. So werden wir unseren Feind besiegen und dabei in allen Tugenden vorankommen. Habe ich unter Angriffen des Hochmuts oder des Zorns zu leiden, dann muss ich meine Aufmerksamkeit besonders auf die Demut und Sanftmut richten und mich in diesem Sinne aller Gebete, der Sakramente, der Tugenden der Klugheit, Beständigkeit und Mäßigkeit bedienen. Der Eber wetzt seine Hauer an den anderen Zähnen; diese werden dadurch ebenfalls geschliffen und bleiben scharf. So muss der Mensch eine Tugend, in der er sich vervollkommnen will, weil er sie zu seiner Verteidigung besonders notwendig hat, durch die Übung der anderen Tugenden feilen und schleifen; diese werden ihrerseits noch vorzüglicher und besser, während sie zur Vollendung der Haupttugend beitragen. – Job übte sich während der vielen Versuchungen, die ihn bedrängten, vor allem in der Geduld; dadurch wurde er heilig und reich auch an allen Tugenden.

(Franz von Sales)