4. März

„Denn ein dem Herrn, deinem Gott, geweihtes Volk bist du; dich hat der Herr, dein Gott, erwählt, damit du von allen Völkern auf dem Erdboden zu seinem Eigentum werdest. Aus Liebe zu euch und weil er den Eid halten musste, den er euren Vätern zugeschworen hat, führte euch der Herr mit starker Hand hinweg und erlöste dich aus dem Sklavenhaus, aus der Gewalt des Pharao, des Ägypterkönigs. Du solltest erkennen, dass der Herr, dein Gott, der wirkliche Gott ist, der zuverlässige Gott, der den Bund und die Huld denen bewahrt bis ins tausendste Glied, die ihn lieben und seine Gebote halten.“

(Lesung der Laudes am Mittwoch der 2. Fastenwoche)

03. Maerz

Q.: EH

Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.

Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf den Weg zurück,
die deine Langmut irren sah.

Es kommt der Tag, dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht;
der Tag der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit dir versöhnt.

Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied.

(Hymnus der Laudes am Dienstag der 2. Fastenwoche)

02. März

 

„Ewiger Gott, zum Heil unserer Seele verlangst du, dass wir den Leib in Zucht nehmen und Buße tun. Gib uns die Kraft, dass wir uns von Sünden freihalten und die Gebote erfüllen, die uns deine Liebe gegeben hat. Darum bitten wir durch Jesus Christus.“

(Oration am Montag der 2. Fastenwoche)

2. Fastensonntag

»Gepriesen bist du, o Herr, Gott unserer Väter, * und in Ewigkeit gelobt und hochgerühmt;
gepriesen ist dein heiliger, herrlicher Name, * gelobt und hochgerühmt in alle Ewigkeit.
Gepriesen bist du im Tempel deiner heiligen Herrlichkeit, * hochgelobt und hochverehrt in Ewigkeit.
Gepriesen bist du auf deinem Königsthron, * hochgelobt und hochgerühmt in Ewigkeit.
Gepriesen bist du, der über Abgründe schaut, der über Kerubim thront, * gelobt und verherrlicht in Ewigkeit.
Gepriesen bist du auf dem Himmelsgewölbe, * gelobt und verherrlicht in Ewigkeit.
Preiset den Herrn, alle Werke des Herrn, * lobt und erhöht ihn in Ewigkeit!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn * und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit * und in Ewigkeit. Amen.

(Psalm aus der Laudes zum 2. Fastensonntag)

25. Februar

Als ihr Bruder Wunibald im J. 761 mit Tod abgegangen, und sie über seinen Heimgang noch sehr im Herzen betrübt war, ging sie nachts zu dem Hause eines reichen Gutsherrn zu Hohentruhendingen, dessen Tochter, wie sie wusste, am Sterben lag. Als dieser sie vor der Türe seines Hauses stehen sah, ohne sie zu erkennen, forderte er sie auf, schnell einzutreten, damit sie nicht von seinen Hunden angefallen werde. Sie aber sprach:

»Der mich unversehrt und ohne dein Wissen hieher geführt, wird mich auch unversehrt hinwegführen, ja Er wird auch, wenn du mit allen deinen Kräften an Ihn, als den Arzt der Ärzte glaubst, in dein Haus die Gabe der Gesundheit bringen.«

Die Heilige ließ sich ins Gemach der Sterbenden führen, um welche die betrübten Eltern bitterlich weinten, und brachte die Nacht unter inständigem Gebete im Krankenzimmer zu. Als aber der Morgen graute, stand das Mädchen gesund aus dem Bette auf. Die hocherfreuten Eltern empfahlen sich ihren frommen Gebeten, und wollten die hl. Walburgis mit Geschenken belohnen; sie aber nahm nichts an und kehrte, Gott dankend, zu den Ihrigen zurück.

(Heilige Walburga)

24. Februar

Der heilige Matthias aber, voll des heiligen Geistes, bekannte mit Freuden Jesus als den Sohn Gottes und verteidigte sein Bekenntnis so unwidersprechlich, dass alle seine Feinde kein Wort mehr sagen konnten. Aber nun kannte auch die Wut des Hohenpriesters und seiner Gesellen keine Grenzen mehr; sie verurteilten den heiligen Apostel einstimmig zum Tode der Steinigung. Sogleich schleppte man ihm auf den Richtplatz und dort sank er laut betend unter Steinwürfen zu Boden.

(Heiliger Matthias)

23. Februar

Oft soll der Heilige, wenn er eine dem katholischen Glauben entgegengesetzte Äußerung hörte, geseufzt haben: »Guter Gott, was für Zeiten hast du mich erleben lassen!« Sofort floh er von jedem Orte, wo er eine blasphemische Rede gehört hatte. In diesem Geiste betete, lehrte und wirkte der heil. Bischof zu Smyrna eine lange Reihe von Jahren, und stand nicht bloss bei den Christen, sondern auch bei den Heiden im höchsten Ansehen.

( Heiliger Polykarp )