Jedes Jahr finden mit der FJM (Familie der Heiligen Herzen
Jesu und Mariens) besondere Tage des Kreuzes statt. An besonderen Kreuzen wird
dann eine Andacht gehalten.
Warum ist das Kreuz so wichtig?
Das Kreuz ist die Brücke. Das Kreuz ist der Stock, an dem man
sich stützt und festhält.
In den letzten 2000 Jahren ist die Erde häufig kräftig
durchgeschüttelt worden. Wenn wir uns ein bisschen mit der Mystik beschäftigen,
können wir sagen:
Die Erde ist dann am meisten durchgeschüttelt worden, wenn
die Menschen Gott verlassen haben.
„Wenn ihr aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hört, dann lasst euch nicht schrecken, denn es muss so kommen, aber noch ist es nicht das Ende.“ (Markus 13,7)
Leben wir ohne Angst, aber in der Gewissheit, dass die Erneuerung
der Erde kommen wird. Es geht nicht ohne aufräumen. Was wir selbst vorher
aufgeräumt haben (gebeichtet und korrigiert) wird nicht mehr im Buch des Lebens
stehen. Davor brauchen wir uns nicht zu fürchten. Nur das, was wir nicht
aufgeräumt haben – und in der Welt gibt es vieles, was nicht Gottes ist – wird
zu Staub. Egal was für ein Vermögen dahintersteht, es ist Staub.
Allmächtiger Gott, von dir kommt alles Gute. Pflanze in unser Herz die Liebe zu deinem Namen ein. Binde uns immer mehr an dich, damit in uns wächst, was gut und heilig ist. Wache über uns und erhalte, was du gewirkt hast. Darum bitten wir durch Jesus Christus. (Oration vom 22. Sonntag im Jahreskreis)
Fortsetzung …
Keiner kann sagen, dass er davon nie etwas gehört hat. Die Heilige Schrift, in der
alles steht, gibt es schon seit tausenden von Jahren. Wer sagt, dass er davon
nichts gehört habe, der hat sich nur nicht dafür interessiert. Das entschuldigt
nicht.
Wer gelebt hat wie der Reiche und nicht wie der arme
Lazarus, hat ein Problem.
Die Entscheidung, an welchem Tisch wir Platz nehmen, fällt
mit unserem letzten Atemzug. Wer auf diesen letzten Atemzug vorbereitet ist und
wirklich mit allen Menschen, mit Gott und der Welt im Frieden ist, der braucht
sich nicht zu sorgen.
„Es war ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und feinstes Linnen und erfreute sich Tag für Tag eines prunkvollen Lebens. Ein Armer namens Lazarus lag vor seiner Türe, von Geschwüren bedeckt, und hätte gern den Hunger gestillt mit dem, was vom Tische des Reichen fiel [ ,doch niemand gab ihm davon]. Ja, sogar die Hunde kamen und leckten an seinen Geschwüren. Da geschah es, dass der Arme starb und von den Engeln in den Schoß Abrahams getragen wurde. Es starb auch der Reiche und wurde begraben.
Als er in der Unterwelt in der Qual seiner Schmerzen seine Augen erhob, sah er Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Da rief er: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende den Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge erfrische; denn ich leide große Pein in dieser Glut. Abraham sprach zu ihm: Mein Sohn, denk daran, du hast dein Gutes empfangen in deinem Leben wie Lazarus ebenso das Schlechte; nun wird er hier getröstet, und du leidest Pein. Und zu alldem ist zwischen uns und euch eine große Kluft gesetzt, damit jene, die von hier zu euch hinüberkommen möchten, es nicht können, und ebensowenig können die drüben herübergelangen zu uns.“ ( Lukas 16,19-26)