03. August

Der Ruf der Heiligkeit des heiligen Benno verbreitete sich so, dass er im Jahre 927 von den Kanonikern von Metz zum Bischof dieser Stadt erwählt wurde, welchem Amte er jedoch nicht lange vorstand, indem er nach zwei Jahren von einigen reichen und gottlosen Bürgern, denen er wegen seines Eifers missfiel, ergriffen, in’s Gefängnis geworfen und der Augen beraubt wurde, welche Misshandlung er mit Freuden ertrug, weil sie ihm einen gegründeten Vorwand gab, sein Bistum niederzulegen und nach Einsiedeln zurückzukehren, wo er am 3. Aug. 940 sein gottseliges Leben beschloss.

02. August

Als Bischof war der heilige Eusebius nach dem hl. Ambrosius der Erste, der im Abendland das bereits im Oriente übliche Klosterleben mit dem priesterlichen Stande verband, mit dem Klerus seiner Stadt in einem Hause beisammen wohnend ein gemeinschaftliches Leben führte, und mit den innern Übungen der Beschaulichkeit die Seelsorge und das Studium der heil. Wissenschaften vereinigte, weshalb ihn auch der Orden der regulierten Chorherren zugleich mit Augustinus als seinen Ordensstifter verehrt.

31. Juli

Tag und Nacht seufzte der heilige Ignatius von Loyola nach der Anschauung Gottes und weinte vor Freude, wenn er nur an den Tod dachte. Oft sagte er: „Was wünsche ich und was kann ich wünschen, außer Dich, mein Gott!“ Seinen christlichen Unterricht endete er immer mit den Worten:

„Liebet Gott aus eurem ganzen Herzen, aus eurer ganzen Seele und aus allen euren Kräften.“

30. Juli

Zum Zwecke seiner eigenen Heiligung zog sich Petrus Chrysologus sich manchmal in das von ihm gestiftete Kloster Classe zurück, um zu beten und zu betrachten. Hier ließ die Kaiserin Galla Placidia des Gründers Bildnis über der bischöflichen Kathedra anbringen, wie er eben die hl. Geheimnisse feiert; auf dem Altar sieht man die hl. Opfergaben; ein Engel nimmt die Gebete des Heiligen und trägt sie zum Himmel.

29. Juli

Martha aber suchte nach der Auferstehung des Herrn mit ihrer Magd Marcella die ledigen Frauenspersonen Christo zu gewinnen. Es gelang ihr, durch liebreichen Unterricht viele Jungfrauen nicht nur zur Annahme des heiligen Glaubens, sondern auch zur Liebe der jungfräulichen Reinigkeit zu bewegen. Sie wählte sich einen abgelegenen Ort, woselbst sie eine Wohnung baute und da mit gottseligen Jungfrauen ein von der Welt abgeschiedenes, frommes Leben führte.

Dreißig Jahre brachte sie in dieser Wohnung zu; sie fastete beständig und enthielt sich gänzlich vom Genuss des Fleisches und Weines. Das Gebet war ihr die süßeste Freude, denn da konnte sie sich im Geiste mit ihrem geliebten Heiland unterhalten. Sein Leben, sein Leiden und sein Tod war der Gegenstand ihrer fortwährenden Betrachtung, und sie hatte nur mehr den einen Wunsch, auf ewig mit Jesus vereinigt zu werden.

28. Juli

Allmächtiger, ewiger Gott, am Abend, am Morgen und am Mittag preisen wir deine göttliche Herrlichkeit und bitten: Vertreibe aus unserem Herzen die Finsternis der Sünde, damit wir zum wahren Licht gelangen, zu Christus, deinem Sohn, unserem Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

(Oration der Laudes 17. Woche im Jahreskreis Donnerstag)

27. Juli

Pantaleons Kenntnisse in der Arzneikunde widmete er den armen Kranken; es war ihm aber dabei nicht genug, die Kranken am Körper zu heilen, sondern er suchte auch diejenigen, welche schon glaubten, zu trösten, zu ermuntern und zu stärken, die Ungläubigen aber Christus, dem Herrn, zu gewinnen. Seinen guten Willen, seinen Eifer belohnte auch Gott durch vielfältige Wunder. Sein Gebet bewirkte mehr als seine Arzneien; viele Kranke wurden plötzlich gesund, der Zulauf wurde so groß, dass die Ärzte der Stadt eifersüchtig wurden, und als sie vernahmen, dass Pantaleon ein Christ sei und durch sein Gebet einem Blinden das Augenlicht erhielt, da brach ihre geheime Erbitterung in offenen Hass aus.

26. Juli

Anna betrachtete Ihr Kind als den kostbarsten Schatz, den Ihr Gott anvertraut; mit unsäglicher Wonne ruhte Ihr mütterliches Auge auf demselben. Sie wusste, dass Maria makellos von jeglicher Sünde, dass sie der Tempel des heiligen Geistes sei und einst die glückseligste Mutter der Welt werden und den Heiland, auf den Himmel und Erde mit Sehnsucht warteten, gebären sollte. Wer wird wohl beschreiben können, welchen Segen dieses heilige Kind Ihren Eltern brachte, welch himmlischer Friede im Hause einer so heiligen Familie waltete!

25. Juli

Thomas von Kempen war regulierter Chorherr im Kloster Agnetenberg bei Zwoll. Dort lebte er von Herzen demütig, fast immer mit Verfassung schöner, das Heil der Seelen befördernder Bücher beschäftigt. Sein goldenes Büchlein,

„von der Nachfolge Christi,“

ist in alle Sprachen übersetzt, in der ganzen Welt bekannt und geliebt und hat unzählige Nutzen gestiftet. Eben dieses Büchlein gibt im vierten Teile Zeugnis, wie dieser gottliebende Mann vom lebendigsten Glauben an die hochheilige Eucharistie und von der innigsten Liebe zu Jesus in diesem Hochheiligen Geheimnis durchdrungen war. Ich rate dir, lieber Leser, dass du, so oft du zur heil. Kommunion gehest, wenigstens ein Kapitel des vierten Teiles dieses Buches andächtig und betrachtend lesest, du wirst fühlen wie sehr dein Herz zur Andacht gestimmt wird.