28. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Schon in der Perspektive des Alten Testamentes mahnten die Propheten, »den Tag des Herrn« mit rechter Gesinnung zu erwarten, er würde sonst »Finsternis und nicht Licht« sein (vgl. Am 5,18.20). In der vollen Offenbarung des Neuen Testamentes wird betont, dass alle dem Gericht unterworfen sind (vgl. 1 Petr 4,5; Röm 14,10). Doch davor brauchen sich die Gerechten nicht zu fürchten, da sie als Auserwählte dazu bestimmt sind, das verheißene Erbe zu empfangen; sie werden zur Rechten Christi versammelt werden, der sie »von meinem Vater gesegnet« nennen wird (Mt 25,34; vgl. 22,14; 24,22.24). 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 02. Juni 1999)

27. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Die Hoffnung auf Auferstehung wird vortrefflich im zweiten Buch der Makkabäer von den sieben Brüdern und ihrer Mutter im Augenblick, da sie das Martyrium erleiden, bekräftigt. Einer von ihnen erklärt: »Vom Himmel habe ich sie [die Glieder] bekommen, und wegen seiner Gesetze achte ich nicht auf sie. Von ihm hoffe ich sie wiederzuerlangen« (2 Makk 7,11); ein anderer »sagte, als er dem Ende nahe war: Gott hat uns die Hoffnung gegeben, dass er uns wieder auferweckt. Darauf warten wir gern, wenn wir von Menschenhand sterben« (ebd., 7,14). Heroisch ermutigt die Mutter sie, mit dieser Hoffnung dem Tod entgegenzutreten (vgl. ebd., 7,29). 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 02. Juni 1999)

26. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Im Licht des von Jesus Vollbrachten versteht man die Haltung des Gottvaters gegenüber Leben und Tod seiner Geschöpfe. Schon der Psalmist hatte intuitiv verstanden, dass Gott seine treuen Diener im Grab nicht verlassen, noch seinen Frommen der Vergänglichkeit preisgeben kann (vgl. Ps 16,10). Jesaja weist auf eine Zukunft hin, in der Gott den Tod für immer beseitigt, »die Tränen ab[wischt] von jedem Gesicht« (Jes 25,8) und die Toten zu neuem Leben erweckt:

»Deine Toten werden leben, die Leichen stehen wieder auf; wer in der Erde liegt, wird erwachen und jubeln. Denn der Tau, den du sendest, ist ein Tau des Lichts; die Erde gibt die Toten heraus« (ebd., 26,19). Dem Tod als gleichmachender Realität für alle Lebenden wird somit das Bild von der Erde als Mutter entgegengesetzt, die sich zur Geburt eines neuen Lebewesens anschickt und die Gerechten zum Licht gebiert, denen es beschieden ist, in Gott zu leben. Für sie heißt es daher zu Recht: »In den Augen der Menschen wurden sie gestraft; doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit« (Weish 3,4). 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 02. Juni 1999)

25. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Es wird vor allem erkannt, dass der Tod, jener unerbittliche Feind des Menschen, der ihn zu überwältigen und seiner Macht zu unterwerfen sucht, nicht von Gott gemacht sein kann, weil Gott keine Freude am Untergang der Lebenden haben kann (vgl. Weish 1,13). Der ursprüngliche Plan Gottes war anders, doch wurde er von der Sünde vereitelt, die der Mensch unter dämonischem Einfluss beging, wie das Buch der Weisheit erklärt: »Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht. Doch durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt, und ihn erfahren alle, die ihm angehören« (Weish 2,23-24). Auf diese Auffassung beruft sich auch Jesus (vgl. Joh 8,44), und auf sie gründet sich die Lehre des hl. Paulus über die Auferstehung Christi, des neuen Adam (vgl. Röm 5,12.17; 1 Kor 15,21). Mit seinem Tod und seiner Auferstehung hat Jesus die Sünde und den Tod, der ihre Folge ist, besiegt. 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 02. Juni 1999)

23. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Erste Hinweise werden im Alten Testament aus allgemeinen Erfahrungen der Sterblichen gegeben, die noch nicht erleuchtet sind von der Hoffnung auf ein seliges Leben über den Tod hinaus. Man dachte gemeinhin, dass das menschliche Dasein im »Scheol«, Ort der Schatten, ende, einem mit Leben in Fülle unvereinbaren Ort. Sehr bedeutsam in dieser Hinsicht sind die Worte des Buches Ijob: »Sind wenig nicht die Tage meines Lebens? Laß ab von mir, damit ich ein wenig heiter blicken kann, bevor ich fortgehe ohne Wiederkehr ins Land des Dunkels und des Todesschattens, ins Land, so finster wie die Nacht, wo Todesschatten herrscht und keine Ordnung, und wenn es leuchtet, ist es wie tiefe Nacht« (Ijob 10,20-22). 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 02. Juni 1999)

22. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Papst Johannes-Paul II. ging am 2. Juni 1999 auf die Bedeutung des Todes ein. Er sprach:

„Es ist heute schwer geworden, vom Tod zu sprechen, weil die Wohlstandsgesellschaft diese Wirklichkeit zu verdrängen neigt und allein der Gedanke daran Angst hervorruft. In der Tat: »Angesichts des Todes wird das Rätsel des menschlichen Daseins am größten«, stellt das Konzil fest (Gaudium et spes, 18). Aber über diese Wirklichkeit bietet uns das Wort Gottes, wenn auch stufenweise fortschreitend, ein Licht, das erhellt und tröstet.“ 

Fortsetzung folgt …

(Papst Johannes Paul II. am 02. Juni 1999)

21. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung …

Während wir heute sein Heiligstes Herz verehren, beten wir inständig für den Frieden: zuerst für den Frieden in unseren Herzen, aber auch für den Frieden in unseren Familien, in unserem Land und auf der ganzen Welt.

»Herz Jesu, unser Friede und unsere Versöhnung, erbarme dich unser«!

(Auszug der Ansprache von Papst Johannes Paul II. bei der Herz-Jesu-Andacht und Seligsprechung von P. Stefan Wincenty Frelichowsky am 7.6.1999)

20. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung … In wenigen Tagen ist der 100. Jahrestag der Weihe des gesamten Menschengeschlechts an das Heiligste Herz Jesu. Dies geschah in allen Diözesen auf Veranlassung von Papst Leo XIII., der zu diesem Zweck die Enzyklika Annum sacrum veröffentlichte. Darin schrieb er: »Das Heilige Herz ist Symbol und lebendiges Abbild der unendlichen Liebe Jesu Christi, der uns auffordert, sie unsererseits mit Liebe zu erwidern« (vgl. Nr. 2).

Eben haben wir gemeinsam den Weiheakt an das Heiligste Herz Jesu erneuert. Auf diese Weise haben wir die größte Huldigung und auch unseren Glauben an Christus, den Erlöser des Menschen, zum Ausdruck gebracht. Er ist »das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende« (Offb 21,6), ihm gehört diese Welt und ihr Schicksal.

Fortsetzung folgt …

(Auszug der Ansprache von Papst Johannes Paul II. bei der Herz-Jesu-Andacht und Seligsprechung von P. Stefan Wincenty Frelichowsky am 7.6.1999)

19. Juni – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung … Die Gesellschaften und Nationen brauchen friedliebende Menschen, wahre Pflanzer der Eintracht und der gegenseitigen Achtung; Menschen, die ihre Herzen mit dem Frieden Christi erfüllen und ihn zu den andern tragen in die Häuser, Büros und Institutionen, an die Arbeitsplätze und in die ganze Welt. Die Geschichte und unsere Zeit beweisen, dass die Welt den Frieden nicht geben kann. Die Welt ist ohnmächtig. Deshalb muss man sie auf Jesus Christus hinweisen, der durch seinen Kreuzestod den Menschen den Frieden hinterlassen und uns dadurch seine Gegenwart durch alle Jahrhunderte zugesichert hat (vgl. Joh 14,7–31).

Wieviel unschuldiges Blut ist im 20. Jahrhundert in Europa und auf der ganzen Welt vergossen worden, weil einige politische und gesellschaftliche Systeme sich von den Grundsätzen Christi, die einen gerechten Frieden gewährleisten, entfernt haben! Wieviel unschuldiges Blut wird immer noch vor unseren Augen vergossen!

Fortsetzung folgt …

(Auszug der Ansprache von Papst Johannes Paul II. bei der Herz-Jesu-Andacht und Seligsprechung von P. Stefan Wincenty Frelichowsky am 7.6.1999)