06. Juli – Worte vom hl. Papst Johannes Paul II.

Fortsetzung

Im ersten Teil des Lobhymnus thront der König, der Herr. Er sitzt wie ein Herrscher auf einem ruhmvollen Thron, der feststeht von Ewigkeit (vgl. V. 2). Er hat sich bekleidet mit Hoheit, gegürtet mit Macht (vgl. V. 1). Im Zentrum des Psalms wird Gottes Allmacht offenbar, anschaulich dargestellt von den Wasserfluten. 

Der Psalmist weist insbesondere auf das »Brausen« der Fluten, das heißt auf das Geräusch des Wassers hin. In der Tat erzeugt das ohrenbetäubende Getöse großer Wasserfälle im Zuschauer das Gefühl einer furchterregenden Gewalt und lässt ihn erzittern. Psalm 42 erinnert an dieses Gefühl, wenn es heißt: »Flut ruft der Flut zu beim Tosen deiner Wasser, all deine Wellen und Wogen gehen über mich hin« (V. 8). Angesichts dieser Naturgewalt fühlt sich der Mensch hilflos. Aber der Psalmist bedient sich dieses Sprungbretts, um die viel größere Macht des Herrn zu rühmen. Die dreifache Wiederholung der Worte »Fluten erheben« ihr Brausen (vgl. Ps 93, 3), wird beantwortet durch die dreifache Bekräftigung der noch größeren Macht Gottes. 

Fortsetzung folgt …

Q.: Papst Johannes-Paul II. am 03.07.2002