05. September

Komm, Heil´ger Geist, vom ew`gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsre Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil´ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
daß sie der Brüder Herz entfacht.

Laß gläubig uns den Vater sehn,
das Ebenbild,den Sohn verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

(Hymnus der Terz)

04. September

Q.: Schreibmans Kultbilder der FJM freundlicher Weise zur Verfügung gestellt

 

„Herr Jesus Christus, du wahres Licht, das alle Menschen erleuchtet, damit sie das Heil finden, gib uns die Kraft, deinem Frieden und deiner Gerechtigkeit den Weg zu bereiten. Der du in der Einheit des Heiligen Geistes mit Gott dem Vater lebst und herrschest in alle Ewigkeit.“

(Oration des Stundengebetes)

03. September

„Wer bin ich also und was für ein Wächter bin ich, dass ich nicht auf dem Berg meiner Aufgabe stehe, sondern im Tal der Schwachheit liege? Doch der Schöpfer und Erlöser des Menschengeschlechtes hat die Macht, mir, dem Unwürdigen, die Höhe der Lebensführung und die Wirksamkeit der Predigt zu schenken, da ich mich aus Liebe zu ihm in der Darlegung seiner Worte nicht schone.“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore am Gedenktag des hl. Papstes Gregor dem Großen)

02. September

Heil dem Tage, der unsre Tage krönt,
Tag des Sieges, da Christus auferstand,
Tag der Sonne, die alle Welt verklärt:
Tag des Christus.

Licht vom Himmel hellt unser Dunkel auf:
Christus öffnet Gräber und Totenreich,
stiftet Frieden, einigt im Neuen Bund
Erd´ und Himmel.

Triumphierend steht er vom Grabe auf,
hebt uns Menschen in die erlöste Welt,
führt dem Vater seinen verlornen Sohn
in die Arme.

Brüder werden Engel und Selige,
Christi Liebe eint sie verklärt im Licht,
und sie singen ihm, der als Sieger thront,
Freudenhymnen.

In die Chöre seliger Himmelslust
mischt die Kirche rings auf dem Erdenrund
tausendstimmig jauchzend den Jubelruf
„Halleluja“.

Siegbezwungen ist nun des Todes Macht,
Siegesfreude füllt unsre Seele ganz:
Gott im Himmel Ehre und Herrlichkeit,
Fried´ auf Erden. Amen.

(Hymnus der Lesehore)

31. August

Du Licht des Himmels, großer Gott,
der ausgespannt das Sternenzelt
und der es hält mit starker Hand,
du sendest Licht in unsre Welt.

Die Morgenröte zieht herauf
und überstrahlt das Sternenheer,
der graue Nebel löst sich auf,
Tau netzt die Erde segensschwer.

Das Reich der Schatten weicht zurück,
das Tageslicht nimmt seinen Lauf
und strahlend, gleich dem Morgenstern,
weckt Christus uns vom Schlafe auf.

Du, Christus, bist der helle Tag,
das Licht, dem unser Licht entspringt,
Gott, der mit seiner Allmacht Kraft
die tote Welt zum Leben bringt.

Erlöser, der ins Licht uns führt
und aller Finsternis entreißt,
dich preisen wir im Morgenlied
mit Gott dem Vater und dem Geist. Amen.

(Hymnus der Laudes)

30. August

„Allmächtiger, ewiger Gott, am Abend, am Morgen und am Mittag preisen wir deine göttliche Herrlichkeit und bitten: Vertreibe aus unserem Herzen die Finsternis der Sünde, damit wir zum wahren Licht gelangen, zu Christus, deinem Sohn, unserem Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.“

(Oration des Stundengebetes)

29. August

„Johannes ist Vorläufer Christi in Geburt und Tod
Der Vorläufer des Herrn in Geburt, Predigt und Tod bewies eine Kraft des Kampfes, würdig der Zuschauer im Himmel, wie die Heilige Schrift sagt: Wenn er auch vor den Menschen Qualen erdulden musste, so ist doch seine Hoffnung voll Unsterblichkeit. Mit Recht feiern wir wieder den Gedächtnistag, den er uns selbst durch sein Leiden zum Fest gemacht und den er mit dem rosaroten Leuchten seines Blutes geschmückt hat. Mit Recht verehren wir sein Andenken in geistlicher Freude; denn er hat das Zeugnis für Jesus Christus mit dem Siegel des Martyriums abgeschlossen.“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore am Gedenktag Enthauptung Johannes des Täufers)

28. August

„Ermahnt, zu mir selbst zurückzukommen, trat ich unter deiner Führung in mein Innerstes ein. Ich vermochte es, weil „du mein Helfer warst“. Ich kehrte ein und erblickte mit dem Auge meiner Seele, so schwach es auch war, über diesem Auge der Seele, über meinem Geist, ein unveränderliches Licht, nicht dieses gewöhnliche, das jedes irdische Lebewesen erblickt, nicht ein Licht der üblichen Art, das nur großartiger gewesen wäre oder die Dinge nur viel deutlicher erhellt und durch seine Mächtigkeit umfassend beherrscht hätte. So war jenes Licht nicht, es war anders, ganz anders als all dies. Es war auch nicht so über meinem Geist wie Öl auf dem Wasser oder der Himmel über der Erde. Es war erhabener; denn es hat mich erschaffen, und ich bin niedriger, weil ich von ihm gemacht bin. Wer die Wahrheit kennt, kennt jenes Licht. Wer es kennt, kennt die Ewigkeit. Die Liebe kennt es.

(Auszug aus der Lesung am Gedenktag des hl. Augustinus)

27. August

„Der Tag kam, an dem Monika aus diesem Leben scheiden sollte – du kanntest den Tag, wir nicht; da geschah es – ich denke, du fügtest es auf deine verborgene Weise -, dass wir, sie und ich, allein beieinander standen, an ein Fenster gelehnt, von dem aus man in den Garten des Hauses schaute, in dem wir wohnten. Es war in Ostia am Tiber, wohin wir uns vor dem Menschengewimmel zurückgezogen hatten, um uns nach den Anstrengungen der langen Reise vor der Seefahrt zu erholen. Wir unterhielten uns also allein in herzlichem Gespräch, vergaßen, was hinter uns lag, und streckten uns aus nach dem, was vor uns war. In Gegenwart der Wahrheit, die du bist, fragten wir uns, wie wohl das ewige Leben der Heiligen sein wird, das „kein Auge gesehen, und kein Ohr gehört hat und das keinem Menschen in den Sinn gekommen ist.“ Mit dem Mund des Herzens dürsteten wir nach den überirdischen Fluten deiner Quelle, der Quelle des Lebens, die bei dir ist.“

(Auszug aus der Lesung der Lesehore am Gedenktag der hl. Monika)